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Full text: Vorarlberg. Zweiter Band

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durch diese s Eheband zu den Herrs chaf ten Maicnfeld/ 
Vad uz, Schellenberg und Blumenegg gelangte. 
Diese Ges ch lech tsfolge z eigt, daß die Brandis mit 
den Gra fen von Mont fort-Werdenberg verschwägert wa­ 
ren, darum werd en Wolfhard und Ulrich von dem Bi­ 
schöfe Hartmann von Werdenberg zu Chur in den Ur­ 
kunden seine lieben Brüder genannt. Ihre gute Haus­ 
wirthschaft machte sie zu Herren von Blumenegg, Vaduz 
und Schellenb erg; denn als Rudolph und Heinr ich von 
W erdenberg mit dem Burgherrn auf Rhäzüns eine un­ 
glückliche Fehde durchgem acht hatten, wurde der Mangel 
an barem Gelde, mit welche m allein die erlittenen Un­ 
fälle wied er gut gemacht werd en ko nnten, so drücke nd, 
daß sie im Jahre 1351 die Herrschaft Blumenegg an 
Wol fhard von Brandis für 1600 ff. verpfänden muß­ 
ten. Ohne sich wieder erholen und das Pfand einl ösen 
zu könn en, wurde es vielmehr im Jahre 1398 gänzl ich 
als Eigenthum den damaligen Inhabern überlas sen. Die 
Ver han dlung geschah vor dem Stadtgerichte in Zürich, 
vor welchem Hartmann, Bischof in Chur, und die be iden 
Brandis den Vertrag absc hl ossen. — Mit Schell enb erg *) 
hatte Kais er Wen zel im Jahre 1396 die Wcrdenbcrgcr 
beleh nt, aber schon im Jahre 1404 kam es als P-s and 
und dann als Eigenthum an die Brandis. (S. II. Ab­ 
schnitt §. 5.) 
*) Das Wappen dieser Herrschaft ist vier mal in die Quere stlb er 
und schw arz getheilt. Einer Verena dieses Geschl echte s gedenkt 
das To dtenverzeichni ß von Mehrerau den 23. Juli 1491; Ulrich 
war im Jahre 1515 Vogt in Feldkirch, und jetzt sollen sich die 
Nachkommen dieser Her ren im Salzburgischcn befinden. Beide 
Schlösser, deren Ruinen noch sichtbar sind, wurden im Jahre 1405 
von den Appenzellern zertrümniert. 
Nimmt man Maienfeld, Vaduz und Sche ll enberg mit
	        
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