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Full text: Vorarlberg. Zweiter Band

Gr afen von Hohen ems. 
1. Vermuthlicher Ursprung. 
Die Chronikenschrei b er las sen diese Herr en in der vor­ 
chri st lichen Zeit aus Hetrurien nach RKätien einwa ndc rn, 
und folge n hierin einem alten Gemählde im Pallast e zu 
Hohenems, welches diese Wanderung darstellcn soll. Alles 
ber uht auf einer Familiensage, welch e sich wenigstens 
mit den Montfort ein gleich es Alter aneignet. 
Tausend Sabre verflossen, bis man von die sem Ge­ 
schlechte in dem heut igen Ober- oder Walschems — zwi­ 
schen Chur und Reichenau — einige Spure n antrifft, 
das Schloß hat in den Ur kunden den Namen: Ami si, 
Amisum, Amisium, Amidis , Einedis , welches letztere 
die Deutschen Emptze und Ems sprachen und schrieben. 
— Von seinen Bewohnern soll Othmar im Jahre 720 
erster Abt in St. Gallen geworden seyn, urkundlich er­ 
sc heint im Jahre 766 Lobucio de Amede als Zeuge 
in dem Testam ente des Bischofes Tello von Chur. 
L. Ansiedlung in unserem Lande. 
Als Dienstmänner der Grafen von Montfort sahen 
sich die Ems veranlaßt, mit ihren Herren mehr in das 
ebene Land herab zu ziehen, und sich auf einer waldigen waldigen
	        
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