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Full text: Vorarlberg. Zweiter Band

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die Nothwe ndigkeit versetzt, alles an Marr Sittic h von 
Ems als fr eies Eigenthum hinzulassen. Die A btretungs, 
urkunde ist am Freit ag vor dem Sonntag Okuli des Jah­ 
res 1526 ausgestellt, und von Hanns Jakob von Lan­ 
dau, Vogt zu Nell enb urg, und Wolfgang von Homburg 
zu Mö kingen — beide Ritter — als Zeugen unterfer­ 
tiget. — Jetzt legten sich die Ritter von Ems auch die 
Titel : Herren zu Zwingenstein, Haslach, Widnau und 
Lustenau bei; der Rhein machte damals keine so genaue 
Schcidegränze, und die gegenseiti ge» Nutzungen waren 
lange gemeinsam, bis sie in ne uern Zeiten in einem 
Rechtsstreite gesondert wurden. 
Die Ermordu ng Mar quards (litt, f.) fü hrte zu ei­ 
nem Familienkriege zwischen den von Ems und Roschach, 
den Mi chael und Mark — Markus — die Söhne des 
Erschlagenen, nach dem Recht e der Blut rache so lange 
fortsetzten, bis sie Eglof, einen der Thäter, zum Gefan­ 
genen machten. Abt Kaspar von St. Gallen vermitt elt e 
endli ch im Jahre 1446 einen Fried en, laut welchem Ru­ 
dolph von Roschach 30 Pfund Pfenninge zu einem ewi­ 
gen Jahrtage für Marquard, und 9 fi. zu einem neuen 
Meßbuche erlegen mußte, worauf Eglof seine Freiheit er­ 
hielt. (Von Arr III. 330.) 
4. Seitenl i nie in Dornbirn. 
Jakob und Hanns, die Söhne Hanns Ulrich s — (§. 3 
litt, e.) — gelangten durch Dermögenstheilung unter die 
Familienglieder zu den Renten, welche die Vorfahren in 
Dornbirn an sich gebracht hatten. — Die höhere Lage 
des Oberdorfes mit der sch önsten Aussicht auf die Nie­ 
derung, die angenehme Jagd in den nahen Gebirgsfvr- 
sten gef iel den Besitzertt so gut, daß sie sich entschlossen, 6*
	        
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