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Full text: Vorarlberg. Dritter Band

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das von Lotha r und Heinrich unterdessen Übel mitgenom­ 
men wurde, nach Franken zurück. Die Krönung in Rom 
mußte der Kaiser mit den Waffen in der Hand erzwin­ 
gen, indem zwei Päbste, Jnnocenz II. und Anaclet II., 
zugl eich aufg estel lt wurde n; von dem Er stern wurde sie 
im Jahre 1133 in der latcranensischen Kirche verr ichtet, 
weil St. Peter und die Engelsburg in den Händen des 
andern Pabstes war. Dies en Zwist benützten die hohen- 
ftauffischen Brüde r, und kehrten in Deutschland alles 
durc heinander ; nach seiner Rück kehr setzte Lotha r den 
Krieg gegen sie fort; He inrich von Baiern belagerte 
Ulm, den Hauptwaffenplatz der Hohenstauffen, und legte 
die Stadt in As che. Durch die Kaiserin Ri chenza suchten 
die zwei Brü der einen Frie den nach, der im Jahre 1134 
zu Bam berg ge schlosse n, und im nächsten Jahre vollzogen 
wurde. Der Kaiser unter nahm im Jahre 1137 seine n 
zwei ten Römerzug, anfangs mit vielem Glücke, bis die 
krum men Wege italienische r Politik ihm so vie len Ver­ 
druß machten, daß er umkehrte, und in Tri ent, von einer 
Krankheit befallen, auf der Weiterr eis e im Jahre 1137 
am 3. Dezember in einem gemeinen Hause verschied. — 
Die fortwährenden Hin- und Herzüge von Freunden und 
Feinden, so wie die Theilnahme an densel ben, waren für 
den rhätischen Adel sehr verderblich, er geri eth in Ar­ 
muth, und suchte alle Ansprüche he rvor, die entstand enen 
Lück en wiede r auszufüllen. Graf Rudolph von Bregenz 
kam auf den Gedanke n, die väterlichen Erbgüt er, welche 
der heil. Gebhard (II. Abth. I. Absch.) dem Bisthu me 
Kons tanz einverleibt ha tte, zurück zu forde rn; als sich 
Ulrich Graf von Kyburg und Bischo f d aselbst wei gerte, 
einen Besi tz von beinahe 150 Jahren aufz ugeb en, strengte 
Ru dolph seine letzt en Kräfte an, und rüs tete sich im im
	        
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