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Kaiser selbst be fallen, schon am dri tten Tage wieder an
das Land steigen mu ßte. Der Pabst na nnte diese Krank
heit eine Verstellung, belegte Deu tschl and mit dem Inter
dikt, und den Kaiser mit dem Kirchenbanne. Als Friedrich
im Jahre 1228 der Welt zeigte, daß seine Krank heit
keine Ver stellun g war, und der Kreuzzug wirklich ausge
führt wurde, strebte Pabst Gregor IX. allen Fortschrit
ten ent gegen, und verbot h den geistlichen Ri tterorden in
Paläst ina, den erkommunizirten Kaiser zu unterstützen.
In diesen schwierigen Umständen siegte des Kai sers Klug
heit durch Unterhandlungen mit dem Sul tan von Egyp
ten, der mit dem Su ltan von Damascus in erbitterter
Feindschaft lebte. Jener trat dem Kaiser im Hornung
des Jah res 1229 die gewünschten Ländereien ab, um
welche bisher so viel Blut vergossen worden war, und
schloß einen zehnj ähri gen Waffenstillstand. Nun wurde
Friedrich ein heimlicher Mahomeda ner ge scho lten, der sich
mit den Fe inden der Christenhe i t in einen Bund einge
lasse n habe. Die rasch en Schritte des Kaisers nöthigten
jedoch den Pabst zu einer Ver söhnu ng, die im August
1230 vor sich ging. — Von Seite der weifischen Partei
sollte jetzt ein empfin dlicher Streic h gegen den Kai ser ge
führt werden; man überredete seinen Sohn Heinrich, sich
unabhängig zu machen, und in der entstandenen Verwir
rung ganz Ital ien der deutschen Herrschaft zu entreißen.
Der Sohn ging in die Falle, und int Jahre 1235 bra
chen die Feindseligkeiten aus. Heinrich bestand keinen
Kampf, kam in das Lager des Vaters, und bath fuß
fällig um Gnade, die ihm zu Worms auf einem Reichs
tage ertheilt wurde. Falsche Scham und empörter Stolz
ri ssen den Sohn zu einem zwei ten Versuche hin, jetzt
schickte ihn Friedrich nach Apulien in ein festes Schloß,