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der Waffen entgegen. Der gemeine Mann mußte in Irr
thum gerathen/ wenn Pabst e verj agt und eingesetzt wur
den/ wenn öfters zwei zu gleicher Zeit auf den Stuhl
des heil. Peter Anspruch machten/ und geistliche und welt
liche Fürs ten sich bald für den Einen/ bald für den An
dern erklärten. Bischöfe und Klöster li eßen sich ihre Rechte
und Privilegien von dem Kaiser bestätige«/ und suchten
an sich zu bringe«/ was immer mit irg end einem Schei n
des Rechtes möglich war; Gegenkaiser entrissen ihnen wie
der vieles, und warbe n sich damit Freunde und Anhän
ger. Konnten die Gei stl ichen ihr Recht mit einiger Aus
sicht vertheid ige n/ so grif fen sie zum Schwerte, und er
schienen selbst auf dem Kampfplatze, ihre Lehenleute und
Knechte mu ßten Panzer und Lanze nehmen, und dem Herrn
folgen, und im Ganz en zählte man so viele Rechte als
Siege, bei welchem Zustande das Volk nur verw ildern
konnte. — Allmälig ging aus den ewigen Kämpf en der
Unterschied zwischen höherem und nie derem Adel he rvor,
die Großen brauchten tapfere Arme, und um sie zu er
ha lten, nahme n sie Dienstmänner an, denen sie ein Stück
Land mit Leibei genen hingaben, welche die Felde r, Wie
sen und Weinb erge des klei nen Herrn bearbeiteten, wo
für sie den Hofstaat der Größern bildeten, und in die
Fe hden folgten. Nur in Vorarlberg zählte man gegen 30
solcher Dienstmänner, die sich einen Wachethu rm bauten,
Rüstkammern anlegten, und ihre Wohnung, St älle und
Scheuern mit Grabe n und Mauern umgaben. Schon die
große Anza hl auf einem so kleinen Raume erweckt für
die Herrlichkeit dieses Adels keine günstige Meinu ng; er
bestand eigentlich aus größern Bauern, Leibei gene waren
die Knechte und Mägde; Stolz ver leitete sie, das Hof
leben des höher« Adels nachzuahmen, sie macht en Schul