1406.
Wol lte sich Karl IV. auf dem deutschen Thron
erhalten, so mußte er sich mit den Städten , mit Oester
reich und Baiern, befreu nden; er löste diese Aufgabe durch
Unterhandlungen; den Städt en stell te er Versicherungen
über ihre Reichsfre ihe it aus, Oesterreich sc hlug sich des
gemeinsamen Vortheil es wegen auf seine Sei te, um freie
Hand gegen die Schweizer zu behalten; nur Baiern stellte
im Jahre 1349 in Günt her v. Schwarzburg einen Ge
genkaiser auf. Eine Krankh eit stimmte den Muth Gün
thers herab, er nahm von Karl 20,000 Mark Si lber
für seine An sprüche auf die Krone, und ver schied am
14. Juni des nämli chen Jahres. Der Kaiser entsagte
seinen Rechten auf Tirol IC., und befr e undete sich mit
dem baierischc n Ha use. — In unserer Heima t!) trübt e
sich die friedliche Aussi cht immer mehr, die Stadt Zürich
hatte sich im Jahre 1351 unter Leitung Rudolphs Brun
— Braun — an den Schweizerb und ange schloss en, Luz ern
that dieß schon im Jahre 1332, der Adel des Thurgaues
hatte gegen die Stadt Bern im Jahre 1339 bei Laupcn
eine Niederlage erlitten; nun schien es dem Herzo g Al
br echt Zeit zu seyn, nicht nur die eige ne Macht aufzu
biethen, sondern mit vie len Fürs ten und Herren der vor-
dern Lande vereint, den Frevel die ser Stadt zu bestrafen.
Der Bis chof von Chur, Ulrich v. Lenzburg, und Graf
Rudolph von Feldkirch machten die Belagerung mit, der
Her zog mahnte auch Glaris zum Kri ege, das sich aber
weigerte, und am Ende nicht ei nmal widersetzte, als die
Waldstädte das Land einnahmen. In Zug war nur eine
geringe öste rrei chis che Besatzung, und weil es am Eingang
der Pässe lag, wurde auch die ser Ort in die Gewalt der
Schw eizer gebracht . Verstärkt rück te Herzog Albrecht vor
Zürich, das sich muthig vertheidigte, bis in dem Heere Heere