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Full text: Vorarlberg. Dritter Band

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alle Rech te derselben genossen. Karl verboth bei strenger 
Ahnd ung die Aufn ahme so lcher Leute, aber in diesem 
Pun kte erreichte er sein en Zweck nicht, vie lmehr sahen sich 
die Herren geuöthiget, Bündnisse unter sich sel bst gegen 
die Freiheitsliebe ihrer eige nen Leute einzugehen. Ein sol­ 
ches kommt zwischen dem Abte von St. Gallen, Jörg v. 
Wartenberg, und dem Gra fen Rudolph von Feldki rch im 
Jahre 1373 vor, es lautet : beide stehen sich mit Land 
und Leuten , Dienern und Schlossern vier Jahre lang bei, 
und helfen sich gegenseitig zum Rechte, jedo ch erstr eckt sich 
der Verein nicht gegen Kaiser und Reich, nicht gegen 
Oesterreich und den Grafen Wilhelm von Bregenz, der 
nach seinem Gefallen dem Bunde beitreten kann. Erfor ­ 
dert es die Noth, so kann Einer die Amtleut e des Andern 
auf biethen, wer aber einem Dritten zu lieb sich in Feh­ 
den verwickelt, hat k einen Anspruch auf Bei hülfe. Zwiste, 
welche etwa unter den Verbündeten ausb rechen konnten, 
werde n vor dem österreichischen La ndvogt des Thurgau es 
gebracht, dessen Auss pruch entsc heid end ist. Mißfällt das 
Bündniß dem Kaiser, so steh en die Gliede r davon ab; 
soll te ein Theil vor Ablauf der vier Jahre sterben, so 
läßt Rudolph jetzt schon seinen Sohn den Bund mit be­ 
schwören, in St. Gallen aber dürfen die Unterth anen kei­ 
nem Nachfol ger huldigen , bis die ser den Bund bes chworen 
hat, und zur Bekräft ig ung des letzter» Punkt es haben die 
Gemeinden zu Wil, Appenzell, Hundwil und Urnäschen 
den Vertrag am Montag nach St. Jörgentag 1373 zu 
Feldkirch mitbesiegelt. — Eben so si cher glaubte Karl IV. 
gehen zu müsse n, und ließ im Jahre 1376 seinen Sohn 
Wen zel zum Nachfolger wählen , der im Jahre 1378 die 
Regierung antrat. Unter ihm siel Deutschlan d in alle 
Gräue l des Faustrechtes zurück, wer Ruhe haben wollte. wollte.
	        
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