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Full text: Vorarlberg. Dritter Band

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wo sich die Bevollmächtig t e n aller Part eien einfanden. 
Nach langem Hin - und Herrede n kam man am 11. April 
1408 in fol genden Hauptpunkten überein: 
a) Das Bündni ß der Appenz eller/ St. Galler und 
aller übrigen Verbündeten wird für nichtig erklärt, weil 
es gegen die Kirche, das Reich, die Churfürsten und Her­ 
ren, gegen Ritter , Knechte, Städte und Gemeinden ge­ 
macht wur de; es soll hinfür ohne Wissen, Willen und 
Erlaubniß des Kais ers kein so lcher Bund mehr geschlossen 
werden, doch wolle der Kaiser Jene, die ihn darum an- 
rufcn, im Besten gedenken. 
b) Die Burg en und Vesten, welche ze rstört sind, dür­ 
fen nicht mehr geba ut werden, es sey dann, daß hiezu 
gesiegel te Bri efe für einzelne Fälle von dem Ka iser ver­ 
li ehen wer den. 
c) Was an liegenden Gründe n, Rechten, Perso nen, 
Freiheiten, beweglichen Güt ern ge gense itig genommen, er­ 
obert, entwe ndet worden ist, soll feder Theil zurück stellen; 
die Eide, in welche Leute genommen wurden , sind un­ 
verzüglich zu erlassen, auch darf solchen Leut en von ih­ 
ren Herrn keine Härtigkeit weder an Leib noch Gut ge­ 
schehen. 
d) Der Schaden, der durch Raub, Brand, Todtschlag 
entstand en ist, soll gänzli ch todt und ab seyn. Alle Ge­ 
fangenen von beide n Seiten, und insbe sonder e die acht 
von Schwyz — (si ehe oben 13) — werd en los gege­ 
ben; ausstehende Lösegelder für Gefangene, und noch nicht 
bezahlte Brand - oder andere Schatzungen werd en losgesagt. 
e) Wenn die App enze ller beh aupten, zum Reiche zu 
gehören, und von die sem an den Abt von St. Galle n 
verpfändet worden zu seyn; so haben beide Theile ihre 
Bri efe und sonstigen Behelfe vor den Kaiser zu bringen. bringen.
	        
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