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Full text: Vorarlberg. Dritter Band

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schickten 400 Tapfere den Rhein hinunter auf K undsc haft. 
Bei ihrer Annäher ung zog sich die Borhut ill Höchst auf 
die Masse in Hard zurück, und wurde unterwegs von 
den Schw eizern viel seitig geneckt . Eilbothen waren unter­ 
dessen nach Rankweil abgegangen, um das Nachrücken 
der Schweizer zu beschleunigen, und ungeachtet ihrer fiel * 
11 eit Zahl wichen die 400 nicht zurück, als das schwäbi­ 
sche Hauptheer gegen sie heran zog. 2m festen Vertrau en, 
von ihren La ndsle uten nicht im Stiche gelassen zu wer­ 
den, fielen die Schweizer zum Sch lachtgebethe auf die 
Knie, und begannen das Handgefecht, indem sie bei je­ 
dem Aufblitzen des schweren Geschützes zu Boden fielen, 
und die Kug eln über ihre Köpfe wegfliegen ließe n. Schon 
tüchtig in der Ar beit rauschte ihr Gewalthau f e wie der 
Sturm eines Hochg ew itters heran, und warf Alles vor 
sich nie der. Die Hauptleute des Schwa benbund es hatten 
zwar eine überlegene Zahl für sich, lern ten aber beim 
ersten Angriffe, daß sie dem Hagel nur Staub en tgegen 
streuen, und ließen zum Rück züge blasen. Alles soll te in 
Reihe und Glied bleiben, die Nach hut den Zug antreten, 
und das Mitteltreffen mit der Vorh ut folgen, die Reiterei 
aber der ganzen Bewegung zur Bede ckung dienen. Furcht 
und Schrecken hatte sich des muthlo s gemachten Hauf ens 
schon bemächtiget, ohne Ordnun g strömte er ger aden weges 
Bre genz zu, und riß auch dw Besonnenen mit sich fort. 
Ein tiefer Grab en, den der See bei hohem Stand e mit 
Wasse r füllte, war zu di eser Zeit mit unergründlichem 
Schlamme völl ig geebnet; viele erstickten in demselben. 
Andere rettet en sich auf die nahen Schiffe, welche im Ge­ 
drä nge übe rladen wur den, und versanken; mehr ere hat­ 
ten sich in ein Rohrgebüsch verborgen, und wurden am 
ande rn Tage beinahe ersta rrt durch Schiffe aus Lind au Lind au
	        
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