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"Davon wurden sie voll und toll, vnd sehr VNgesch i ckt,
»also, daß Jhro Mayestät dessen genueg zu lac hen hätte."
— Am Montag darn ach machte sich Maximilian das
Vergnügen einer Jagd in Nenzing; Abends zog ihm die
Bürger s chaft in vol ler Rüs tung auf den Nenzengast ent
ge gen; der Kaiser ließ sie voran zieh en, und gab ihnen
ein Geschenk von 30 fl., die nach altdeutscher Sitte in
dem Herreugarten vertrunken wurden. Ohne Weiber und
Kinder zu zählen, belusti gten sich mit diesem Gelde 250
Bürger, immer hörte man nur: Vivat Maximilianus!
Dienstags setz te der Landesfürst seine Reise über Bre
genz, Lindau und Ueberlingen nach Konstanz fort, da ver
schloß man ihm die Thore, und das Nachtlager mußte
in dem Kloster P eter shausen genommen werde n. Dies en
Fr evel zu züchtigen, wurden im Heggan sogleic h 5000
Mann aufgebothen; frühzeitig be reute je doch Konsta nz den
verwegenen Schrit t, und schickte die Thorschlüffel noch in
der Nacht an den Kaiser. Seine Empfindlichkeit fühle n
zu lassen, nahm er die Schlüssel nicht an, so ndern ließ
sie seiner Ehrenbegleitschaft aus Ueberlingen, Lindau und
Bregenz überreichen. (Prugger 59.)
Nach dem Rei chstage zu Augsburg nahm der Vene
tianische Krieg seinen weit ern Ver lauf; bei Verona bra chte
man dem stolzen Freistaate einen Schl ag bei, der 5000
Mann und 18 Stück Geschütz kostete. Dem Treffen, das
gegen Ende September 15'10 geliefert wurde, wohnten
aus Vorarlberg einige Streiter bei. Jakob v. Ems aus
der Dornbirner Linie fiel in Kriegsgefangenschaft, Haupt
mann Walser von Feldkir ch kam wie der zurück, und ein
Herr v. Stadion aus Graubünden verl or das Le ben.
Die langw ä hrende Fehde endigte end lich am 15. Jänner
1517 durch den Frie den zu Noy on. 16*