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Full text: Vorarlberg. Dritter Band

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im Jahre 1631 durch den Gra fen Hani bal v. Ems ein 
Regiment von 3000 Mann anwerbe n, mit dem sich ein 
großer Theil des wolkenstein'schen Regimentes vere inig te. 
— In der Gegen d von Ulm sogen die Schweden im 
März 1632 das Land mit Lieferungen an Geld, Lebens­ 
mitteln und Futte r für die Pferd e fürchterlich aus, im­ 
mer näher rück te die Gefahr he ran, so daß am 28. April 
den Landleuten stren ger Befehl zuging, Lindan nicht mehr 
zu besuchen, weil sie von den heran nahen den Feinden 
leicht abgeschnitten werd en könnten. Die Berschanznngen, 
welch e bei dem Thauwetter hier und da einsan ken, wur­ 
den unter Leitung des Rathsherrn von Bregenz, Peter 
Brendlin, sogleich hergestellt, und eine andere Linie von 
Sulzber g an längs der königsegg'sche n Gränze über die 
Alpen Gente r und Hetry *) bis nach Balderschw a ng 
in einer Strecke von zwei Meilen gezogen; Ve rhaue und 
Scha nzen wechselten mit einander ab, und wo diese nicht 
anzubringen waren, lagen in große r Anzahl runde Holz­ 
bl öcke in Bereitschaft, um sie einzeln oder in Massen 
hinab zu rollen, und die eindringenden Fein de damit nie­ 
der zu schmettern. — Schon mit Ende April ging Wan­ 
gen an die Schweden über, sogleich wurden die Lan des­ 
vertheidiger durch die Kr eyschü sse aus ihre Poste n geru­ 
fen, und im untern Landestheile waren alle mit Blitzes­ 
schnelle auf den Bein en. Am 5. Mai erfuhr man, daß 
die Feinde in Weitnau — Herrschaft Hohen egg — einge- 
sallen sey en; das oben angeführte ems'sche Regiment ging 
ihnen zu Le ibe, und warf sie zurück, worauf der Graf 
bei Scheidegg ein Lager bezog. Von der Gefahr mehr 
’) Man find et auch Herter ges chrieben, sonst ein Gesc hlecht, das Bu­ 
celin (constant, rhen. stemat. p. 62) anführt, und wahr scheinlich 
hier eine Alpe, die nach ihm benannt wurd e, besaß. besaß.
	        
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