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man doch in kurzer Zeit Meister der Mauern ohne große n
Verlust, nur wenige Soldaten lagen todt in dem Stadt
graben, Verwundete zählte man aber unter dem Militär
und der Landwehre ziemlich viele, feindlicherseits sollen
sehr viele Würtemberger geblieben seyn. Kemp ten wurde
jetzt rein ausgeplündert, und was die Truppen allenfalls
übrig ließ en, raffte ein be utelustiger Troß, der sich von
Bregenz und der Umgebung den Bew aff neten angeschloffen
hatte, vollen ds zusammen, und so kam man, schwer be
laden von dem Rachezuge, in der Heimat h an. Ein Theil
des schmid'schen Regimentes blieb als Besatzung zur ück,
so sehr auch die Lan dstände dagegen Einspruch machten,
und ihre Leute nur inner den Grä nzen verwen det wi ssen
wollten. — Nach dem Tode des Schwede nkön igs leitete
der Kanzler Arel — Absalon — Orenstierna das Kriegs
wes en, konnte aber sein An sehen nur in den Kr eisen:
Schwabe n, Frank en, Ober- und Niederrhein geltend ma
chen, weil diese Län der mehr oder wenig er von den Schw e
den be setzt waren, die üb rigen Reich sfürste n weige rten sich,
unter einem schwedischen Edelmanne zu stehen; die schw ä
bische Seite des Bodensees wurde daher von Zell bis
Buchhorn von den Feinden besetzt. Das gelungene Wage
stück in Kempten reitzte Soldaten und Landvolk zu ähn
lichen Unternehmungen, es wurden Entwü rfe gemacht,
vorer st Zell, und dann Buchhor n zu erobern; allein das
Geh eimniß wurde so schlecht bewahrt, daß die Feinde
lange vo rher den verabredeten Zeitpu nkt wußten, und die
Stürmenden an be iden Orten mit großem Verluste zurück
schlugen. — Den Mangel des baren Geldes zu heben,
mach te der Ober st König am Wien er Hofe den Vorschlag,
von jedem Fuder Wein, das über den See in das Land
gebracht werde, in Lindau einen Zoll von 10 ft. abzu