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erklärten. — Ein kleines Zwischenspiel be nnr uhigte auch
uns ere G egend. Die Gemeinden, welche zur Herr schaft
Rh azüns gehörten, lehnten sich im Jahre 1686 gegen
den Pfandleheninhaber, Johann Heinrich v. Travers, auf,
nnd trieb en die Sache so weit, daß Oesterreich eine Frucht
sperre anl egte. Die herbei geführte The urung der Leben s
mitt el brac hte das Volk zur Besinnung, man schickte ge
genseitig Abgeordnete, welche den Zwist beilegten, und
von die ser Zeit an zog Oesterreich das Pfandlehen zurüc k,
das in der Folge von aufgestellten Herrschaftsvögten ver
waltet wurde. — Mit Fran kreich konnte man nicht zum
Ziele gelangen, ein Waffenstillstand war alles, um das
weiter e Umsichgreifen des Kön igs zu verhindern. Früh
genug wurde die ser wie der gebrochen, wozu die Erbschafts
streitigkeiten des am 26. Mai 1685 verstorbenen Chur
fürsten Karl von der Pfalz den Vorwand geben mußten,
denn Ludwig hatte es sich schon ganz angewöhnt, in
Deutschla n d seine Er ndte zu halten. Bevor die Kr iegs
erklärung vom 24. Septe mber 1688 bekannt wu rde, übcr-
siutheten schon französische Heere den deutschen Boden, und
trugen ihre Verwüs tunge n bis Stuttgart, dessen Mauer n
nie der gerissen wur den. In Regen sburg erk lärte man end
lich am 14. Februar 1689 Frankreich für einen Reichs
feind ; währ end man Truppen sammelte, gesc hah die Ver
wüstung der ganz en Rheingeg end mit den blühendsten
Städten auf eine Weise, welche den Hunn en und Van
dalen zur Zeit der großen Völkerwanderung in Grausam
keit den Vorzug ab gcwann. Die vier Mächte: Oesterreich,
Spani en, England und Holland, schickten im Jahre 1690
ihre Bo thscha fter nach Lindau, sich über die Führu ng des
Kr ieges mit Frankreich zu berathschlagen. Der treffliche
Herz og Karl von Lothringen war am 18. April 1690
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