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Full text: Vorarlberg. Dritter Band

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user nach ihrem Gefallen, gingen auf das rechte über, 
und eroberten am 16. November die Festung Freiburg. 
Dieß veranlaßte eine Zusamm en kunft des Prinzen Engen 
und des Marschalls Vi llars zn Rastadt, welche sich am 
7. März 1714 Über folg ende Pun kte vereinigten: ^Phi­ 
lipp V. bleibt König von Spanien, und Herr aller, außer 
Europa liegenden Besitzungen dies er Monarchie, doch dür­ 
fen die Kronen Frankreichs und Span iens nie auf einem 
Hau pte ve reiniget werden, b) Oes t erreich erhä lt die spa­ 
nischen Niederlande, Neapel, Sardinien — das sp äter 
gegen Sizilien vertauscht wurde — Mailand, Mantua 
und die tosk anischen Seehäfen an der westlichen Küste, 
c) Frankreich gibt seine Eroberung en am Rhein, mit Aus­ 
nahme der Festung Landau, heraus, d) Die Churfürsten 
von Bai ern und Köln werden in ihre Länder und Wür­ 
den wie der eingesetzt. — Mit dem deutschen Reiche er­ 
folgte noch eine abgesonderte Verhandlung zu Baden in 
der Schwei z, welche sich ant 7. September 1714 schlo ß, 
und nur die nä heren Bestimmungen des Rastadte r Frie­ 
dens betraf. So erhielten die abgequältcn Länder nach 
einem zwölfjährigen Kamp fe wie der auf einige Zeit Ruhe. 
6. Die folgenden 19 Jahre verstrichen in Abzahlung 
der dring end sten Schulden und Erho lung des Landes, nur 
in Sal zburg hatt en die protestantischen Unterthanen des 
Erzbischofcs nach mehr als hundertjähriger Ntthe ihrem 
Fürsten mehr ere Rechte abzutrotzctt gesucht. Seit dem 
Jahre 1729 glimmte das Feuer unter der Asch e, endli ch 
ver langte der Fürsterzbischof die Rückkehr zur katholischen 
Kirche, oder ihre gänzliche Auswanderung. Sie wählten 
das Letzt ere, und vom 10. Dezember 1731 lang te an 
alle Aem ter tu Vorarlberg der Auftr ag an, die Ba uers­ 
leute des Pinzgaues un gehind ert zieh en zu lassen, wenn wenn
	        
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