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Truppen, welche aus Tirol gezo gen wurden, niarschirten
durch das Laud, oder nahmen da ihre Winterquartiere,
bei w elchen Anlässen die gewohnten Klagen über die großen
Kosten in dem Munde der Stän de und des Landvolkes
laut wurd en. Ganz unge gründet waren sie freilich nicht,
denn eine Quittung des Obersten, Grafen v. Grüne, zeigt
nur für ein Winterquartier vom 1. November 1743 bis
30. April 1744 einen Aufwa nd von 78,569 fl. 44 fr.,
und nun ward Vorarlberg an seine n Gränze n bed roht.
8. Eng land und Holland halfen noch immer mit Geld
aus, Sardinien schloß sich den 13. September 1743 an
M. Theresia an, und am 20. Dezember gelang es, auch
Sachsen in den Bund zu ziehen, kraft dessen sich Oester
reich und Sa chsen geg enseitig ihre Erbländer gew ährlei
steten. Preußen sah in di eser Eintracht nur eine Vorbe
reitun g, Schlesien bei guter Gel egenh eit wie der zu for
dern, und hielt es für eine Ehrensache, Karl VII.) dem
der König seine Stimme bei der Kaiserwahl geg eben hatte,
im Unglücke nicht zu verlassen. Läng st betriebene Zurü
stunge n setzten Preußen in den Stan d, am 15. August
1744 schnell 100,000 Mann nach Böhmen zu werfen ;
M. Th eresia sah sich genö thi get, den Prinzen Karl von
Lothringen vom Rhein abzurufen, und die Vorlande blos
zu geben. — Hastig rückten die Franzosen am Bodensee
he rauf, und am 14. September 1744 wurde der Aus
schuß von 3000 Mann an die Gränzposten gestellt. In
Konstanz lage n, wie gewöhnlich, 400 Vorarlberger, wel
che unter den Bürger n der Stadt eine mißliche Stimmung
bemerkten, darum hie lten sie auf das Geschütz und den
vorhandenen Schießbed arf ein sorgsames Ange. Da sich
Konstanz am 12. Oktobe r an die Feinde ergab, raff ten
die Vorarlberger an Kriegsmaterial zusammen, was sie sie