Wenn der Vater
mit dem
lohne
DA BLIEB IHM DIE LUFT WEG,
STATT IHR AUS
Wie am Sylvester durchaus üblich, wurde auch
bei Schertlers geknallt, und Hütchen und Luft-
ballone ließ man steigen. Die vollbu sige Mama
aus der Schweiz stec kte sich in ihrer Fröhlich-
keit gleich auch noch zwei weitere Ball one unter
ihren Pullover und reizte damit gleich zwei Män-
ner, nämlich ihren Sc hwiegersohn und auch des-
sen herbertlichen Vater. Jeder rannte, um diesen
falsche n Rundungen die Luft auszulassen. Bis
Herbe rt aus der Küche mit einer Nadel z urück-
kam, hatte jedoch der Junior schon sein Werk
vollbracht. Im Eifer und in der Hitze des Ge sche-
hens registrierte der Nadelb eweh rte die Zurück-
fü hrung der Wölbungen auf natürl iche Größe
nicht und stürzte sich auf die Gästin, um ihr die
Luft mit einem Nadelstich abzulassen. Anstatt
des erhof ften "Pffr schrie die Besto chene: "Au,
du stichst mir ja ins Herz!" Er meinte dann ent-
schuldigend: "I hett halt doch zerscht grifo
söllo."
TONE ALS ZAUBERKÜNSTLE R
Der prokuristliche Tone der zweim ayrlichen
Firma wähnte sich nach einigen Genüssen im
Speckstadel im Besit z verschiedener Zaub er-
kräfte und prahl te den Firmenkollegen g egen-
über, war er alles könne.
Nun — hatte er zuviel Geist oder wel cher Art
war die Tücke — das Bie rglas blieb nicht in der
Luft stehen, auch der Blumenstock schw ebte
nicht, sonder n fiel ganz gewöhnl ich zu Boden.
Es ging einfa ch alles schief.
Da versuchte er das Glück bei den Dam en. Aber
in sei nem Lampenfi eber und im Ehrgeiz, es ja
diesmal recht zu machen, verga ß er, beim Küssen
die Zähne einzuziehen. Da löste sich aber das an-
gebis sene Geschlecht rasch in Luft auf und so ge-
lang Tone doch noch ein Trick.
HOCHZEITSA NZUG
Zu Zischtis Hochzeit hatte Karl von Aichen
einen neuen Anzug zum e rstenmal an, aber nur
von Wolfurt bis Dornbirn. Zur hochzeitlichen
Tafelrunde schlüpfte er näml ich in das Hafo-
loabar Maschgoro Häs, um in einem Auf tritt
mitz uwirke n. In die sem Häs fühlt e er sich dann
so heimelig, daß er den neuen Anzug in der Gar-
derobe hängen ließ und dann im Auto heim-
führte.
Zu den
ersten
ge hören
GESTÖ RTE HOCHZEITSNACHT
Ledigen könnte mans verzeihen, aber verheira-
teten Männern, die die Liebe und das Allein-
zu zweit zu schätzen wis sen müßten, muß man
fast Grausamkeit vorwerfen. Haban und der
düre Gebhard kamen spät abend s von einem
Riedfest heim, da fiel ihnen, als sie im Flotz-
bach vorbeikamen, ein, daß sie einem Hoch-
zeitspärchen, das an diesem Tage getraut worden
war, kein T elegramm geschick t hatten. Nun, um
diese Zeit war das Pär chen noch nicht im neuen
Heim, also vergnügte man sich noch in der Nach-
barschaft. Als Mitt e rnacht schon v orbei war,
erinnerte man sich plötzlich wied er des Grundes
des Noc h;Nicht-Hei mkehre n - K önnens. Inzwi-
schen brannte auch beim Ombi und der Lu auch
Licht, sie waren nach festlichen Stunden endlich
allein und zu Ha use. Da betätigten die zwei
Nachtwand l er den Hausgong und störten die
nächtliche Ruhe so la nge, bis aufgem acht wurde.
Sie brachten ihre Glück wünsche zur Ve rmählung
dar, bli eben eine kurze S tunde und wähnten eine
besonde re Freude ausgel öst zu haben, weil sie
die ersten Gäste im neuen Heim gewesen seien. seien.