Skip to main content

Full text: D'Hafoloabar Fürbat 1978-1989 (1-12)

Wenn der Vater 
mit dem 
lohne 
DA BLIEB IHM DIE LUFT WEG, 
STATT IHR AUS 
Wie am Sylvester durchaus üblich, wurde auch 
bei Schertlers geknallt, und Hütchen und Luft- 
ballone ließ man steigen. Die vollbu sige Mama 
aus der Schweiz stec kte sich in ihrer Fröhlich- 
keit gleich auch noch zwei weitere Ball one unter 
ihren Pullover und reizte damit gleich zwei Män- 
ner, nämlich ihren Sc hwiegersohn und auch des- 
sen herbertlichen Vater. Jeder rannte, um diesen 
falsche n Rundungen die Luft auszulassen. Bis 
Herbe rt aus der Küche mit einer Nadel z urück- 
kam, hatte jedoch der Junior schon sein Werk 
vollbracht. Im Eifer und in der Hitze des Ge sche- 
hens registrierte der Nadelb eweh rte die Zurück- 
fü hrung der Wölbungen auf natürl iche Größe 
nicht und stürzte sich auf die Gästin, um ihr die 
Luft mit einem Nadelstich abzulassen. Anstatt 
des erhof ften "Pffr schrie die Besto chene: "Au, 
du stichst mir ja ins Herz!" Er meinte dann ent- 
schuldigend: "I hett halt doch zerscht grifo 
söllo." 
TONE ALS ZAUBERKÜNSTLE R 
Der prokuristliche Tone der zweim ayrlichen 
Firma wähnte sich nach einigen Genüssen im 
Speckstadel im Besit z verschiedener Zaub er- 
kräfte und prahl te den Firmenkollegen g egen- 
über, war er alles könne. 
Nun — hatte er zuviel Geist oder wel cher Art 
war die Tücke — das Bie rglas blieb nicht in der 
Luft stehen, auch der Blumenstock schw ebte 
nicht, sonder n fiel ganz gewöhnl ich zu Boden. 
Es ging einfa ch alles schief. 
Da versuchte er das Glück bei den Dam en. Aber 
in sei nem Lampenfi eber und im Ehrgeiz, es ja 
diesmal recht zu machen, verga ß er, beim Küssen 
die Zähne einzuziehen. Da löste sich aber das an- 
gebis sene Geschlecht rasch in Luft auf und so ge- 
lang Tone doch noch ein Trick. 
HOCHZEITSA NZUG 
Zu Zischtis Hochzeit hatte Karl von Aichen 
einen neuen Anzug zum e rstenmal an, aber nur 
von Wolfurt bis Dornbirn. Zur hochzeitlichen 
Tafelrunde schlüpfte er näml ich in das Hafo- 
loabar Maschgoro Häs, um in einem Auf tritt 
mitz uwirke n. In die sem Häs fühlt e er sich dann 
so heimelig, daß er den neuen Anzug in der Gar- 
derobe hängen ließ und dann im Auto heim- 
führte. 
Zu den 
ersten 
ge hören 
GESTÖ RTE HOCHZEITSNACHT 
Ledigen könnte mans verzeihen, aber verheira- 
teten Männern, die die Liebe und das Allein- 
zu zweit zu schätzen wis sen müßten, muß man 
fast Grausamkeit vorwerfen. Haban und der 
düre Gebhard kamen spät abend s von einem 
Riedfest heim, da fiel ihnen, als sie im Flotz- 
bach vorbeikamen, ein, daß sie einem Hoch- 
zeitspärchen, das an diesem Tage getraut worden 
war, kein T elegramm geschick t hatten. Nun, um 
diese Zeit war das Pär chen noch nicht im neuen 
Heim, also vergnügte man sich noch in der Nach- 
barschaft. Als Mitt e rnacht schon v orbei war, 
erinnerte man sich plötzlich wied er des Grundes 
des Noc h;Nicht-Hei mkehre n - K önnens. Inzwi- 
schen brannte auch beim Ombi und der Lu auch 
Licht, sie waren nach festlichen Stunden endlich 
allein und zu Ha use. Da betätigten die zwei 
Nachtwand l er den Hausgong und störten die 
nächtliche Ruhe so la nge, bis aufgem acht wurde. 
Sie brachten ihre Glück wünsche zur Ve rmählung 
dar, bli eben eine kurze S tunde und wähnten eine 
besonde re Freude ausgel öst zu haben, weil sie 
die ersten Gäste im neuen Heim gewesen seien. seien.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.