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Full text: D'Hafoloabar Fürbat 1978-1989 (1-12)

ROCKBLICK UN 
RAN/ 
Es heißt, man hat die alte Schmitte anno 1852 
durch den Jakob Bö hler gebaut. Der A lpenverein 
hat für das bißch en Renovierun g 3 Jahre dazu 
gebraucht! Da sieht man es wie der, daß früher 
die Leute fleißiger waren als heute die Vereine. 
Der Umba u-Architekt ist der Marte gewesen, der 
hat gesagt, man muß das alte sein la ssen, wie es 
ischt und darf das neue nur dazumachen. Drum 
ischt das Haus so dick geworden, weil innen 
drinn die alte Mauer eingemauert wo rden ischt. 
Wenn in tausend Jahren ein Archeloge die junge 
Mauer wegreist, dann kommt die alte Schmitt e 
vom 19. Ja hrhun dert wieder zum Vo rschein. Das 
wird eine Enddeckung werden! Dann wird viel- 
leicht auch zum V orschein kommen, daß der 
Heim He lmut die Eingan gstüre zu groß reno- 
viert hat, derwei l das Loch kleiner g eworden 
ischt . Weil beim Ve rein jeder ein kleine r Marte 
ischt, hat man nach einer Alte rnat ife gesucht. 
Man hat gesagt, weil bei der Eröffnung große 
Leute komme n, muß man das Loch größer ma- 
chen, sunscht haut der Bürgermeister seinen har- 
ten Schädel an und der Türpfosten ischt gleich 
kaputt. Drum hat man oben weggemeißelt, bis 
das TA verschwunden ischt . Aber der T omasini 
Albert sollte nicht böse sein, weil auch der Edel- 
paraber von der Schmitte, der Sparkassend i re k- 
tor hat auch ÖE in den Sand geschrieben und 
dann ischt einer gekommen und hat das wegge- 
schaufelt. Und der Gasse r Othmar hat auch sei- 
nen Namen mit Speuze an das Wasserrad ge- 
schrieben und dann hat einer das W asser laufen 
lassen und jetzt sieht man auch nix mehr! Auch 
der Köb Elfried hat sich nicht in einer Blechbüx 
einmaue rn können, weil ein andere r vorher das 
Loch noch sch nell zugeputzt hat. Wenn s päter 
einmal die Schmitte abgebroc h en wird, dann 
wisse n die nicht mehr, daß der Elfried fle ißig 
gemauert hat. So schnell vergeht der Rum. Auch 
das Jahr 1978 hat man dem TA w eggemeißelt, 
über der Türe, weil heuer schon wieder ein ande- 
res Jahr i scht. Bis zur letzten Stunde vor dem 
Fäscht hat der Dietrich W erner noch am Licht 
h eru mgebastelt. Man sagt, das ischt, weil er am 
Tag v orher noch s chnell mit der Edith geheiratet 
hat. Da kann der Alpenverein doch nicht verlan- 
gen, daß er am M orgen um 10 Uhr schon die 
Hochzeitsnacht u nterbricht wegen der Schmitte! 
Und dann ischt das Fäscht gekommen und hat 
alle mitgerissen. Die Musik hat man gl eich in ein 
Egg gestellt, daß man sie nicht hört, weil es eh 
zum r egnen gekommen ischt. 
Die, die schon den ganzen Abend ges onnwen d- 
feie rt und schon fast einen Sonnw endfeie rbr and 
hatten , b ekamen nix mehr, und die He rrschaft en, 
die neu gekommen sind, bewirtete er als erschte 
Gäschte vom Sonn tag. Dieser Drick hat Theo 
vom Ster nen wirt gelern t, weil der hat ihn auch 
schon h inausbuxier t und hat den Fremden noch 
V iertele gegeben. 
In der kurzen Nacht muß der Obm ann den Alp- 
traum gehabt h aben, daß der Pater Josef und er 
ganz all ein zur Einweihung kommen werden. 
Und weil die zwei sich auch soo gut verstehen, 
hat er in der Herrgottsf rühe beim Giesinger die 
Lautschprecher w ieder ab bestellt. So wurde es 
eine stil le Messe an den Geschtaden des Holzwei- 
hers, und nur das Plätschern des Wassers und ein 
paar Tonfetzen von der Bucher Musig haben die 
Andacht geschtört. 
Apropo Pater Jos ef: Der Alpenclub hat viele 
Geistliche zur Verfügung. Der Pfarrer kommt 
fleißig zur H au ptversammlun g (zur Sicherhei t 
schon eine Woche früher), der Pater ischt zu- 
schdändig bis zur Höhe von der Schmit te, dann 
der Pius aus der Au von der Schmi tte bis 1 m un- 
ter dem Fresch en und der Kengelbacher Kaplan 
von 1 m über dem Freschen bis zum Monte Eve- 
res cht. Nur für die Höhe vom Freschen haben sie 
keinen Pfarrer ge habt für die Gi pfelmesse! 
Jetzt aber wieder zum Fäscht: Nach dem Mit- 
ta gswür schtc hen brac hte der Schlenz e wiede r 
Unterhal tu ng in die Gäschte, indem er im Weiher 
um ein Glas Wein he rum geschwi mmt i scht. 
Dann kam der Bärentatz und machte einen 
Köpfler, bis er im Schlamm schtecken geblieben 
ischt. Als er schpäter wi eder heraufkam, hatte er 
ein Loch im Kopf und Dreck in den Haar en. Die 
Bedienung Resi hat Erste Hilfe geleistet und hat 
ihm den Kopf mit einem Kübel gewaschen, und 
einen Pullover angezogen, und hat ihm ihr Hös- 
chen ge leiht, weil das noch einigermaßen trok- 
ken gewesen ischt . 
Der erschte Wei he rjucker aber ischt der Dirigent 
von der Buc her Kape lle. Der hat schon vor zwei 
J ahren in den Weiher brunzen müss en und hat 
d adurch vorne das Übergewicht gekri egt und 
ischt in den We iher gekippt. Als Dank für die 
Rettu ng hat er drum bei der Einweihu ng die 
Bucher Musik gespielt. Jetzt ischt der Othmar 
mit dem Alpenver ein wi eder quitt . quitt .
	        
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