ROCKBLICK UN
RAN/
Es heißt, man hat die alte Schmitte anno 1852
durch den Jakob Bö hler gebaut. Der A lpenverein
hat für das bißch en Renovierun g 3 Jahre dazu
gebraucht! Da sieht man es wie der, daß früher
die Leute fleißiger waren als heute die Vereine.
Der Umba u-Architekt ist der Marte gewesen, der
hat gesagt, man muß das alte sein la ssen, wie es
ischt und darf das neue nur dazumachen. Drum
ischt das Haus so dick geworden, weil innen
drinn die alte Mauer eingemauert wo rden ischt.
Wenn in tausend Jahren ein Archeloge die junge
Mauer wegreist, dann kommt die alte Schmitt e
vom 19. Ja hrhun dert wieder zum Vo rschein. Das
wird eine Enddeckung werden! Dann wird viel-
leicht auch zum V orschein kommen, daß der
Heim He lmut die Eingan gstüre zu groß reno-
viert hat, derwei l das Loch kleiner g eworden
ischt . Weil beim Ve rein jeder ein kleine r Marte
ischt, hat man nach einer Alte rnat ife gesucht.
Man hat gesagt, weil bei der Eröffnung große
Leute komme n, muß man das Loch größer ma-
chen, sunscht haut der Bürgermeister seinen har-
ten Schädel an und der Türpfosten ischt gleich
kaputt. Drum hat man oben weggemeißelt, bis
das TA verschwunden ischt . Aber der T omasini
Albert sollte nicht böse sein, weil auch der Edel-
paraber von der Schmitte, der Sparkassend i re k-
tor hat auch ÖE in den Sand geschrieben und
dann ischt einer gekommen und hat das wegge-
schaufelt. Und der Gasse r Othmar hat auch sei-
nen Namen mit Speuze an das Wasserrad ge-
schrieben und dann hat einer das W asser laufen
lassen und jetzt sieht man auch nix mehr! Auch
der Köb Elfried hat sich nicht in einer Blechbüx
einmaue rn können, weil ein andere r vorher das
Loch noch sch nell zugeputzt hat. Wenn s päter
einmal die Schmitte abgebroc h en wird, dann
wisse n die nicht mehr, daß der Elfried fle ißig
gemauert hat. So schnell vergeht der Rum. Auch
das Jahr 1978 hat man dem TA w eggemeißelt,
über der Türe, weil heuer schon wieder ein ande-
res Jahr i scht. Bis zur letzten Stunde vor dem
Fäscht hat der Dietrich W erner noch am Licht
h eru mgebastelt. Man sagt, das ischt, weil er am
Tag v orher noch s chnell mit der Edith geheiratet
hat. Da kann der Alpenverein doch nicht verlan-
gen, daß er am M orgen um 10 Uhr schon die
Hochzeitsnacht u nterbricht wegen der Schmitte!
Und dann ischt das Fäscht gekommen und hat
alle mitgerissen. Die Musik hat man gl eich in ein
Egg gestellt, daß man sie nicht hört, weil es eh
zum r egnen gekommen ischt.
Die, die schon den ganzen Abend ges onnwen d-
feie rt und schon fast einen Sonnw endfeie rbr and
hatten , b ekamen nix mehr, und die He rrschaft en,
die neu gekommen sind, bewirtete er als erschte
Gäschte vom Sonn tag. Dieser Drick hat Theo
vom Ster nen wirt gelern t, weil der hat ihn auch
schon h inausbuxier t und hat den Fremden noch
V iertele gegeben.
In der kurzen Nacht muß der Obm ann den Alp-
traum gehabt h aben, daß der Pater Josef und er
ganz all ein zur Einweihung kommen werden.
Und weil die zwei sich auch soo gut verstehen,
hat er in der Herrgottsf rühe beim Giesinger die
Lautschprecher w ieder ab bestellt. So wurde es
eine stil le Messe an den Geschtaden des Holzwei-
hers, und nur das Plätschern des Wassers und ein
paar Tonfetzen von der Bucher Musig haben die
Andacht geschtört.
Apropo Pater Jos ef: Der Alpenclub hat viele
Geistliche zur Verfügung. Der Pfarrer kommt
fleißig zur H au ptversammlun g (zur Sicherhei t
schon eine Woche früher), der Pater ischt zu-
schdändig bis zur Höhe von der Schmit te, dann
der Pius aus der Au von der Schmi tte bis 1 m un-
ter dem Fresch en und der Kengelbacher Kaplan
von 1 m über dem Freschen bis zum Monte Eve-
res cht. Nur für die Höhe vom Freschen haben sie
keinen Pfarrer ge habt für die Gi pfelmesse!
Jetzt aber wieder zum Fäscht: Nach dem Mit-
ta gswür schtc hen brac hte der Schlenz e wiede r
Unterhal tu ng in die Gäschte, indem er im Weiher
um ein Glas Wein he rum geschwi mmt i scht.
Dann kam der Bärentatz und machte einen
Köpfler, bis er im Schlamm schtecken geblieben
ischt. Als er schpäter wi eder heraufkam, hatte er
ein Loch im Kopf und Dreck in den Haar en. Die
Bedienung Resi hat Erste Hilfe geleistet und hat
ihm den Kopf mit einem Kübel gewaschen, und
einen Pullover angezogen, und hat ihm ihr Hös-
chen ge leiht, weil das noch einigermaßen trok-
ken gewesen ischt .
Der erschte Wei he rjucker aber ischt der Dirigent
von der Buc her Kape lle. Der hat schon vor zwei
J ahren in den Weiher brunzen müss en und hat
d adurch vorne das Übergewicht gekri egt und
ischt in den We iher gekippt. Als Dank für die
Rettu ng hat er drum bei der Einweihu ng die
Bucher Musik gespielt. Jetzt ischt der Othmar
mit dem Alpenver ein wi eder quitt . quitt .