«Franz, luog gnot»
«Heo ko Zit»
«Kusch t moan»
«Moan hean i koa Zit»
«Wänn verbutzoscht mir dänn endlich?»
«Hür hean i koa Zit»
«Wänn heoscht du überhaupt Zit?»
«I heo überhau pt nio Zit»
«Franz, wer ischt dänn däs uf dänam Foto ?»
«Däs bin i, abr i heo wir kli koa Zit»
0 San Anfonio-sieh öfter
Der beste Weg
herab auf
die Hafoloabar
,N icht erst seit H afoloab eine Rangerhöhung unter
den Gemeinden erfuhr, wodurch manche Bewohn er
sich nicht mehr so nahe dem Erdboden bewegen,
son dern schon vorher war die Vergeßlichkeit man ch-
mal groß. Daß eine Frau ihren Mann in der Wirt-
schaft oder die Zahlenkombination zum Fahrrad-
schlo ß vergessen hat, soll es auch anderswo geben,
aber wo man zu Hause ist, soll te man nicht verges-
sen. So lche Fälle gibt es gleich zwei und zwar ent-
sprechend der Gle ichberechtigu ng einen weiblichen
und einen weiblichen zu v ermelden.
Nun der Vorrang dem zarten Geschlecht:
Nach dem Hafoloab-Kochkurs wars. Heidi, die aus
der La ndeshauptstadt erst vor kurz em eing eheirate t
hatte, hatte in die Ehe auch die Mitgift mitgebracht,
zu wis sen, daß die Liebe durch den Magen gehe.
Hafoloabar-Spezialitäten koche n zu lernen, hatte sie
hinter sich. Zu Speziali tä ten gehörten auch spezielle
Getränke, ließ sie sich beim Pro beessen erklä ren.
Most und Sch naps be günstige die Verdauung von
Hafoloab, Sp eack und Krut. Als dann in di eser
abendlichen Runde genügend für die Verdauung ge-
tan war, erhob man sich zum Heimgehen. Eine der
Heidi unbekannte Nachba rin bot ihr Beg leitung an
mit der Einladung, sie wohne doch auch am St. An-
toniusweg. Heidi aber erwiderte ohne zu zögern:
«Nei — i nit!» Ach wie gut ist, daß wenigstens Bunny
weiß, daß sie z usammen am St. A ntoniusweg woh-
nen.
Nun der weibliche, der, ents p rechend dem Ge-
schlecht, etwas stärker ist:
Nach dem Jahrgän gerausf lug der 22-iger, die die
Vollendu ng des 60-igers e nt sprechend dem heranna -
henden Pensionsalter nicht mehr gar zu ü bermütig
g efeiert hatten, war es dem Bürge noch zu früh zum
Heimgehen , zumal er noch eini ge Jasskollegen
fand. Als es dann aber doch früh genug und die drit-
te Morgenstunde schon vorüber war, fragte der doch
sonst so ortsk undige M eis chterbürger einen gerade
daherkommenden ebenfalls Spät- oder Frühh eim-
kehrer, wo denn der Bürge dah eim sei. Der Ange-
sprochene, der offenbar noch mehr Orts- und allem
Anschein nach auch noch mehr Personenkenntnis
aufbringen konnte, gab lächelnd-lallend zur Antw ort:
«D'r Bürge bis cht doch Du!» Mit dieser Antwort hatte
der Frage nde nicht gerechnet, darum kam es etwas
unwirsch zurück: «Däs woaß i sealb — abr i woaß
nümma, woni dah oam bi.»
Waib el:
Ich bin gewöhnt, so schn ell zu sprechen
wie ich denk e! Manc hmal sogar etwas schneller!
Fußbal ler werden ist bei uns nicht s chwer: Wenn
man weiß, daß Miniskus nicht der Kuß nach der
Verlobung ist, dann liegt man schon richtig.
Zu spät aufgestanden
Kirchochörlar und andere, die sich freuten, daß Emil
doch noch im Hafen der Ehe gelandet war, hatten an
sei nem Hochzeitstag vor sein em Haus in der Kell-
h ofstraße, wie es sonst so üblich ist, hoch oben ei-
nen Storch, Wi ndeln und ande re Babyk leidung auf-
gehängt. Fraue n aus der Nach barschaft, die von die-
sem Tun am Abend wohl hörten, das Werk aber bei
Tagesanbruch betrachten woll ten, hatten die Rech-
nung ohne Emils Gründlichkeit gemacht. Als er
näml ich spät abends mit seine r Hed wig nach Hause
kam und die Umkränzung sah, ließ er seine junga n-
getraute Frau warten und holte zu erst das Seil mit
den vie len Anhängseln he runter. So war am Morg en,
als die Fraue n der Umgebung zum Einkaufen gin-
gen, nichts mehr von der Hochzeitskranzerei zu se-
hen. hen.