Skip to main content

Full text: D'Hafoloabar Fürbat 1978-1989 (1-12)

Dr. Konrad H's Trompetentremolo 
Wenn ein gebürtiger Wolfurter seine Familientätig- 
keit in Kennelbach und seine berufliche als Chef- 
Statist i ker in Bregenz ausübt, dane ben aber als «Ga- 
s t arbeiter» beim Wolf urter Mus ikv erein bläs t, darf 
sich sein Vater, der Wolfurter Schu ldi rektor i.R., über 
gar nichts mehr wundern. 
Das Durcheinander ging heuer nach einer Statisti k- 
Tagu ng in Innsbruck hoffnungsvoll weiter und er- 
reich te seinen Höhepunkt, als unser «Bläser» tags 
darauf — fernab der Heimat — vor verschlossenem 
Auto stand. Und kein Schlüssel steckte jemals pro- 
vozieren der in einem S chloß wie u nseres Trompe- 
ters Autoschlüssel im Zün dsch loß! Die auf der Uni 
erle rnten Grundbegriffe der Mathe matik, nä mlich 
1 + 1 = 2, erinnerten ihn an die Existenz eines 2. 
Autoschlüssels in Kenn elbach d aheim, im Nacht - 
kästle, als Lesezeic h en in den «Bekenntniss e n des 
Felix Krull». 
Diesem Hoch stap ler liefe n bekanntlich alle Frauen 
nach, also zitierte auch unser Musikus t e lefonisch 
seine Frau mit Reserv eschlüss el in den Zug nach 
Innsbruck , v erwechselte dabei die Ankunfts- mit der 
Abfahrts zeit, was er vermutlic h mit der «akademi- 
schen Viertelstunde» rechtfertigte, wovon die Eisen- 
bahn aber nichts wissen wollte. 
Zum Glück gibt es Taxi. So waren beide pünktlich 
am vereinbarten T ref fpunkt: Er am Bahnhof in Erwar- 
tung des län gst abgefahrenen Zug es; sie bei der 
Innsbrucker S tadthal le. 
Wieder per Taxi vom Bah nhof zur Stadthalle, wurde n 
Autoschlüssel samt Frau aufgelesen und gerade 
noch rechtzeitig zum Bus gebracht, d essen Cha uf- 
feur sowieso keine Minut e länger vom Tagesausflug 
nach Süd tirol abzuhal ten gewesen wäre. 
War es nun Geistesabwesenheit oder Absicht unse- 
res Trompetenbläsers, nicht an eine naheliegend e, 
einfache Kf z-Werks tätte zu denk en, s ondern nur an 
seine Frau? Wir vermuten letzteres, denn was ist 
schließlich ein von einer W erkstätte befreiter Auto- 
schlüssel im Hosensack im Verg leich zur eigenen 
Frau an der Hand bei einer zünftigen 
Törggelepartie?! 
PS. für Aufklärungsbedürf tige : 
Den «Doktorhut» hat sich unser blasender Statistiker 
ausg erechn et mit einer Dissertation über die Spra- 
che des «H ochstaplers Felix Kr ull» (berühmte r Ro- 
man von Thomas Mann) geh olt! 
1i1 IHicti 
ist er Der Größ te. 
Frau Huber vom Seniorenheim (90 Jahre al) beklagt e 
sich in letzter Zeit ei nige Male wegen Alois Bal dauf, 
weil er beim F a s chingskränzchen nicht mit ihr ge- 
tanzt habe. (Bei Damenwahl war sie außerdem zu 
spät gekomm en.) Auf das Grill fest habe sie sich die 
Hüh nerauge n schneid en las sen, damit sie tanzen 
könne. Natürlich mit ihrem Luis! 
Diese 
narrischen 
Film- 
teuf 
Hier könnte die andere oder der eine 
eine B esprech ung bes onders se- 
henswerter Filme erwa rten. Nun, se- 
henswert wären sie s icher ge wesen, 
wenn 
Nitsc he sei nen 12-er Film ri chtig ein- 
gespannt hätte, mit dem er das über- 
raschte Gesicht seines Jüngsten 
beim Nikolau sbes uch festhalten 
wollte. Als er aber bei Nr. 20 war, hät- 
te man die Überrasc h ung, die auf 
sein G esicht geschrieben war, foto- 
grafieren soll en. 
Möbe bei der Einweihung und Eröff- 
nung des Clubheimes des FC Wol- 
furt einen Zelluloidstreifen eingelegt 
gehabt hä tte. Im Glauben, es sei 
noch ge nügend Material geladen, 
blitzt e er exclusiv bei der Rede des 
Bürgermeisters und der Segnung 
durch den Pfarrer. Aber dann wich 
der Glaube und es be 
schlich ihn eine Unsicherheit, denn 
das Ende des Films kam und kam 
nicht. Schließlich mußte er feststel- 
len, daß seine K amera leer war. Er 
fuhr schne ll nach Hause, um dies- 
mal echt zu laden, damit wenigsten s 
noch e inige Bild er des ge mütliche n 
Tei les ei ngef angen werden konn ten. 
Martha, die sich seit einiger Zeit 
nicht nur mit Musi kinstrum enten , 
sondern auch mit Fotografie befaßt, 
bei der S ponsion von Franz-Miche l 
vor Aufregung nicht vergessen h ätte, 
einen Film einzul egen. 
Ros ine und Werne r eine Fotore porta- 
ge mit ihren Gästen von Schloß Wol- 
furt bis zur Feste Hohensalzburg 
nicht nur in der Erinnerung son dern 
auf Film aufgezeichnet hätten. Das 
Wetter war schön ynd alle machten 
immer sc höne Gesithter. Als in der 
Festspielstadt ein za rtes Gefüh l ein 
Klemmen erahnen ließ, ging man si- 
cherheitshalber sofort zu einem Fo- 
tohändler, um den Schaden beheben 
zu lassen. Leide r war nichts mehr zu 
beheb en und nun waren die Gesich- 
ter weniger freu ndl ich. freu ndl ich.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.