Dr. Konrad H's Trompetentremolo
Wenn ein gebürtiger Wolfurter seine Familientätig-
keit in Kennelbach und seine berufliche als Chef-
Statist i ker in Bregenz ausübt, dane ben aber als «Ga-
s t arbeiter» beim Wolf urter Mus ikv erein bläs t, darf
sich sein Vater, der Wolfurter Schu ldi rektor i.R., über
gar nichts mehr wundern.
Das Durcheinander ging heuer nach einer Statisti k-
Tagu ng in Innsbruck hoffnungsvoll weiter und er-
reich te seinen Höhepunkt, als unser «Bläser» tags
darauf — fernab der Heimat — vor verschlossenem
Auto stand. Und kein Schlüssel steckte jemals pro-
vozieren der in einem S chloß wie u nseres Trompe-
ters Autoschlüssel im Zün dsch loß! Die auf der Uni
erle rnten Grundbegriffe der Mathe matik, nä mlich
1 + 1 = 2, erinnerten ihn an die Existenz eines 2.
Autoschlüssels in Kenn elbach d aheim, im Nacht -
kästle, als Lesezeic h en in den «Bekenntniss e n des
Felix Krull».
Diesem Hoch stap ler liefe n bekanntlich alle Frauen
nach, also zitierte auch unser Musikus t e lefonisch
seine Frau mit Reserv eschlüss el in den Zug nach
Innsbruck , v erwechselte dabei die Ankunfts- mit der
Abfahrts zeit, was er vermutlic h mit der «akademi-
schen Viertelstunde» rechtfertigte, wovon die Eisen-
bahn aber nichts wissen wollte.
Zum Glück gibt es Taxi. So waren beide pünktlich
am vereinbarten T ref fpunkt: Er am Bahnhof in Erwar-
tung des län gst abgefahrenen Zug es; sie bei der
Innsbrucker S tadthal le.
Wieder per Taxi vom Bah nhof zur Stadthalle, wurde n
Autoschlüssel samt Frau aufgelesen und gerade
noch rechtzeitig zum Bus gebracht, d essen Cha uf-
feur sowieso keine Minut e länger vom Tagesausflug
nach Süd tirol abzuhal ten gewesen wäre.
War es nun Geistesabwesenheit oder Absicht unse-
res Trompetenbläsers, nicht an eine naheliegend e,
einfache Kf z-Werks tätte zu denk en, s ondern nur an
seine Frau? Wir vermuten letzteres, denn was ist
schließlich ein von einer W erkstätte befreiter Auto-
schlüssel im Hosensack im Verg leich zur eigenen
Frau an der Hand bei einer zünftigen
Törggelepartie?!
PS. für Aufklärungsbedürf tige :
Den «Doktorhut» hat sich unser blasender Statistiker
ausg erechn et mit einer Dissertation über die Spra-
che des «H ochstaplers Felix Kr ull» (berühmte r Ro-
man von Thomas Mann) geh olt!
1i1 IHicti
ist er Der Größ te.
Frau Huber vom Seniorenheim (90 Jahre al) beklagt e
sich in letzter Zeit ei nige Male wegen Alois Bal dauf,
weil er beim F a s chingskränzchen nicht mit ihr ge-
tanzt habe. (Bei Damenwahl war sie außerdem zu
spät gekomm en.) Auf das Grill fest habe sie sich die
Hüh nerauge n schneid en las sen, damit sie tanzen
könne. Natürlich mit ihrem Luis!
Diese
narrischen
Film-
teuf
Hier könnte die andere oder der eine
eine B esprech ung bes onders se-
henswerter Filme erwa rten. Nun, se-
henswert wären sie s icher ge wesen,
wenn
Nitsc he sei nen 12-er Film ri chtig ein-
gespannt hätte, mit dem er das über-
raschte Gesicht seines Jüngsten
beim Nikolau sbes uch festhalten
wollte. Als er aber bei Nr. 20 war, hät-
te man die Überrasc h ung, die auf
sein G esicht geschrieben war, foto-
grafieren soll en.
Möbe bei der Einweihung und Eröff-
nung des Clubheimes des FC Wol-
furt einen Zelluloidstreifen eingelegt
gehabt hä tte. Im Glauben, es sei
noch ge nügend Material geladen,
blitzt e er exclusiv bei der Rede des
Bürgermeisters und der Segnung
durch den Pfarrer. Aber dann wich
der Glaube und es be
schlich ihn eine Unsicherheit, denn
das Ende des Films kam und kam
nicht. Schließlich mußte er feststel-
len, daß seine K amera leer war. Er
fuhr schne ll nach Hause, um dies-
mal echt zu laden, damit wenigsten s
noch e inige Bild er des ge mütliche n
Tei les ei ngef angen werden konn ten.
Martha, die sich seit einiger Zeit
nicht nur mit Musi kinstrum enten ,
sondern auch mit Fotografie befaßt,
bei der S ponsion von Franz-Miche l
vor Aufregung nicht vergessen h ätte,
einen Film einzul egen.
Ros ine und Werne r eine Fotore porta-
ge mit ihren Gästen von Schloß Wol-
furt bis zur Feste Hohensalzburg
nicht nur in der Erinnerung son dern
auf Film aufgezeichnet hätten. Das
Wetter war schön ynd alle machten
immer sc höne Gesithter. Als in der
Festspielstadt ein za rtes Gefüh l ein
Klemmen erahnen ließ, ging man si-
cherheitshalber sofort zu einem Fo-
tohändler, um den Schaden beheben
zu lassen. Leide r war nichts mehr zu
beheb en und nun waren die Gesich-
ter weniger freu ndl ich. freu ndl ich.