Schick & Schock
Haarige Geschichten.
Wenn die Haare oben nicht mehr gar so üppig sprießen, für einen Schnauz- oder Vollbart ist
immer noch genügend Wachstum vorhan den. Richar d läßt sich seine Haare pflegen, Reinha rd drangalisiert seinen
Schnau zbar t, Bertl deckt mit Leberkässtaniolpapier die blanken S tellen zu und John läßt sich seine Üpp igkeit mit Mä-
schle zusammenbinden.
Der eingebildete Kranke
Kreuz -Wirtin Hedy wandte sich vertrauensvoll an einen
Gast:
«Min Buob d'r Hann es luogot afango so schleoch t us und
muoß se jedo Nomittag ane lego so müod ischt ar. I heon
eom an Termin bim nöüo Internis cht b'sorgot.»
Gescheiter wäre es wahrscheinlich gewesen, wenn
Hannes von sich aus früher, nicht erst in den frühen Mor-
genstunden und alle in ins Bett gegangen wäre. Dann
hätte sich sein Zustand auch ohne Dokto r vermutlich
schlagartig gebess ert.
P.S.:
Die Redaktion wünscht gute B esserung!
«Wer ohne Narrheit lebt
»
Diesen Spruch r edete der entflogene Vogl andern ins
Stammbuch. Kaum aber war er dem läbbischen Dorf
entflogen, ve rletzte er se lbst Fasna t-Feie rtags-
B estim mungen. Für den Bromigo Frita g rief der Inspek-
tor die Le iter von Arbeitsgruppen zu einer ec hten Ar-
beitss itzun g auf den Abend dieses hohen läbbischen
Feiertages in den Waul d. Da mußte es einen nicht wun-
dern, wenn Bälle an diese m Abend schlecht besucht wa-
ren. Wenn er nicht schon ein Vogl wäre, müßte man arg-
wöhnen, er habe ei nen. «A bromot» g'hö rt ar ufjedo Fall.
SB — tanken , einfacher geht' s nicht...
dacht e sich Fi scher's Rup ert's jüngster Sprößling Klaus
(auch «Kip pe» genannt). Er fuhr also hin zu so einer
Tankstelle, nahm den Schlauch aus der Verankerung,
stec kte ihn in die Tan köffnun g und ließ ordentlich
«Most» in seinen Kar ren laufen. Automatik — toll, so
eine Sache. Vielleicht würde er heute noch reine Luft in
sein Auto las sen, wenn ihn nicht zufällig ein d aherfah-
rend er Kollege aufmerksam gemacht hätte, daß die
Tankstelle ber eits ge schlossen habe.
Ernsthaft
Wie klein ist doch die Welt. Bei einem Gespräch nach
Ts chernoby l entrüstete sich Martin «Hru besch» Mohr:
« Z'Luschn ou dunna lond se d'Küoh us zum Gräso und
mir dürfon d nit. D'rbei sind doch d'Luschnouar viel nö-
hor bi Tschernobyl as wio mir.»
Briefbotweisheit
Letzthin war Bri efhot Othmar bei Gofi und Alex in der
Lerchenstraße zum Mittagessen eingeladen. Gegen
14,30 Uhr genoß man noch ein kühle s Bl ondes. Als
Alex fragte, ob sich die «Kunden» dann nicht au fregen
w ürden, wenn die Post so spät zuges tellt wird, antworte-
te Othmar gelassen und weise: «Woascht, eapas Gu ot's
ischt um drü allat no früoh gnuog und eapas Schleacht's
ischt dänn ou übrig.»
Mancher lernt's nie
Jo so an Bürgarmoas c ht'r muoß viel denko und al-
larhand Züg im Kopf heo. Do muoß oan nit wundoro ,
wänn ar meng's Züg v'rgioß t. As ischt jo no nit sowit,
daß ar d' Frou noma dana v'rgeosso heot. Ab'r s'Auto
heot ar ou scho schtoh lo und ischt z'Fuoß hoam-
ga ngo. Wo anam Samstag d'r Lehrartag gsi ischt,
händ ou d'Schular nit i d'Schuol müsso. Ab'r d'r Vat'r
Erwin heot dom Thomas nit gloubt. Sus ischt jo
meischtons d'r Thoma s di uglöübig Person. Ar heot
eon also uf's Fahr rad g'setz t und ischt mit eom i
d'Schuol g'fahro. Komisch ischt eom vorku, daß
noma gär koa Kind ufm Weog gsi sind. Erseht wonar
vor'r b'schlos s'no Schuol g'schtando ischt , heot ar
gloubt, daß ar umosus so früh ufg'schtando sei. sei.