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Full text: D'Hafoloabar Fürbat 1978-1989 (1-12)

Die Rache der Hexe 
Verbrannt werden am Funko-Sunntag z'Wolfurt bloß 
zwei Hexe n, eine an der Ach und eine in Ricke nbac h. 
Dazwischen gibt es entwede r keine oder man ist men- 
schl icher. Beim Ächler-Funk e n rächt e die Hexe di eses 
Tun auf ihre Art. Just als sie richti g Feuer gefangen und 
ihr die erste Explosion den Blick in die Unterwäsche frei 
gefetzt hatte, riß sie in ihrem Zorn den ganzen Funken 
mit zu Bod en. 
Vorweihnachtliches Hundelebe n 
Im drit ten Haus in der Kolumbanstraße wurde wie an- 
dernorts auch für Weihnachten und für die Neujahrs- 
wünsc her gebacken. Der Duft diese r leckeren Sac hen 
stieg aber nicht nur den Menschen im Hause und Umge- 
bung in die Nase, sondern auch Bena witterte Köstli- 
ches. Der bekanntlich ausgeprägte Geruchsinn der 
Hunde ließ Bena bald auch erriechen, wo Fr auchen Gu- 
drun die Krömle zum Auskühlen abgestellt hatte. Als er 
dann alle in mit Busserin, Vanille kipf e le, S ternle und an- 
deren Süßigkeiten war, machte er sich genüßlich über 
die P latte her. Beim Genieße n kann man gele gentlic h 
gerne ei nmal zuvi el tun, in dies er Hinsicht sind Hunde 
nicht gescheiter wie Menschen. Da es des Guten dann 
doch zuviel war, hatte Bena nur noch das Bedürfn is zu 
ruhen . Da das Herrchen sich in so lchen Situationen auf 
das K anapee zu legen pflegt, tat es Bena dem Herrchen 
nach. Als dann Gu drun kam, um die ausgekühlten 
Krömle zu versorgen, damit sie nicht schon vor Weih- 
nac hten ihre heimlichen Abne hmer fä nden, mußte sie 
sich darüber keine G edanken mehr machen. Bena lag 
rücklings auf dem Kan apee und streck te alle Viere von 
sich wie der Wolf im Rotkäppc hen-Märche n. Vom Bau- 
chaufs chnei den nahm Gudrun jedo ch Abstand, weil sie 
nicht an Märchen glaub t. 
Fit mit Musik 
An einem h eißen Sommertag, die meist en Musikanten 
bekamen schon Durst auf der A nfahrt nach Hohenems, 
stand im Program m eine Ausrückung beim Musikfest. 
Flügelhornist L udwig fuhr nicht mit den and eren im 
Omnibus dorthin. Er kam in seiner Mu sikantentr acht 
auf seinem Ren nrad ang efahren . Nach dem Festumzug 
sorgten die meisten Musikanten den durch Schwitzen 
stark gesunkenen Flüssigkeitsspiegel wieder anzuhe- 
ben. Nicht so der Ludw ig. Er setzte sich wieder in Uni- 
form auf sein Renn rad und fuhr auf dem «schnellsten» 
Wege über den Furka-Paß heimwärts. Ob Ludwig die 
Tracht auf der ganzen Strecke anbehal ten hat, ist nicht 
bekannt, da keine r mitgefahren ist. 
«Spürig e EINBAH NSTRASSE» 
Eine sto lze BM W-Besitzerin fuhr fast täglich von Wol- 
furt nach B regenz, um a Krankob'süchle z'm acho. Da- 
bei fuhr sie jeweils die Einbahnstraße beim BÖCKLE 
auf und ab. Auf f rischer Tag ertap pt, gestan d die ah- 
nungslose «Stramme'r» Frau: «I fahr hüt zum 20. Mol 
dio Schtroß, bis jetzt ischt mir nit ufgfallo, daß des an 
Einbahnschtroß ischt.» 
DIE FEINHEITEN 
LIEGE N IM D ETAIL 
(aufgel esen bei 100 Jahre T urnen in Wol furt 15.8.86) 
Beim Sekti onsturne n am Barrren turnt Old Champi on 
O swald Klettl neben dem Betonierer Alwin. Altbürge 
Waibel frägt Tischnachbarin Helma hö flich, wer der 
sei, der mit Rohner's Alwin turne. «Klettl Ossi» war die 
t urnerschaftsku ndig e Ant wort. Da nick te der Alt bürge 
zustimmend und ergänzte verwandschaftsk undi g: «Ja, 
ja den kenn ich. Das ist der jüngste Bru der von Klettl's 
Tone. » 
Läbbe als Bettnässer 
So — könnte man meinen — sind das nicht alle aus ge- 
wachsene Läbbe. Es begab sich aber so. Möbe hatte 
Sonja gefrei t und darob hat ten sich auch die Läbbe ge- 
freut. Schon in aller Her rgottsfr üh h atten sie geschos- 
sen, nach der Trauung sme sse in den Fasnatfarben be- 
malt und kostümiert Fruchtbarke itsreis gestreut. Nun 
sollte die Heimkehr des jungen Paares noch eine Über- 
ras chung bringen. Daß es eine solche Überraschung 
wurde, war allerdin gs nicht vorgesehen. Auf den Ehe- 
bett en wurde ein Schwimmbassin situiert und mit Was- 
ser gefüllt. Leider wurde aber die Dichtheit des Wasser- 
behälters vo rher nicht überp rüft. Als G erold und Sonja 
heim kamen, war eine Matratze schon so durchnäßt , 
daß sie die Hochzeitsnacht auswärts verbringen muß- 
ten. Sie g enossen im H ochz eitsurlaub dann die Sonne 
des Südens, während Mama Mini zu Hause tagsüber die 
Matratzen an der Sonne wend ete. Die Sonne macht e so 
freundlich mit, daß das junge Paar wenigstens nach 
dem U rlaub in ihren Betten liegen konnten. 
Konsequenze n aus der Fürbat 1986 
Die Feststellung in der letzten Für'oat , daß bei Goasbi- 
rar's Franzo Fahrradhandlung die Glocke öfters Be- 
triebsruhe habe, wenn er vis-ä-vis im Klimbi m den 
Durst stil le, ist nicht ohne Folgen geblieben. Jetzt 
macht es beim Türö ffnen wieder fleißiger « klim-bim». 
Das «Klimbim» vis-ä-vis d ürfte aber keine Umsatzein- 
buße erl itten haben, denn Franz schickt jetzt nämlich 
den Buben, um den Gerstensaft über die Straße her- 
übe rzuhole n. übe rzuhole n.
	        
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