Die Rache der Hexe
Verbrannt werden am Funko-Sunntag z'Wolfurt bloß
zwei Hexe n, eine an der Ach und eine in Ricke nbac h.
Dazwischen gibt es entwede r keine oder man ist men-
schl icher. Beim Ächler-Funk e n rächt e die Hexe di eses
Tun auf ihre Art. Just als sie richti g Feuer gefangen und
ihr die erste Explosion den Blick in die Unterwäsche frei
gefetzt hatte, riß sie in ihrem Zorn den ganzen Funken
mit zu Bod en.
Vorweihnachtliches Hundelebe n
Im drit ten Haus in der Kolumbanstraße wurde wie an-
dernorts auch für Weihnachten und für die Neujahrs-
wünsc her gebacken. Der Duft diese r leckeren Sac hen
stieg aber nicht nur den Menschen im Hause und Umge-
bung in die Nase, sondern auch Bena witterte Köstli-
ches. Der bekanntlich ausgeprägte Geruchsinn der
Hunde ließ Bena bald auch erriechen, wo Fr auchen Gu-
drun die Krömle zum Auskühlen abgestellt hatte. Als er
dann alle in mit Busserin, Vanille kipf e le, S ternle und an-
deren Süßigkeiten war, machte er sich genüßlich über
die P latte her. Beim Genieße n kann man gele gentlic h
gerne ei nmal zuvi el tun, in dies er Hinsicht sind Hunde
nicht gescheiter wie Menschen. Da es des Guten dann
doch zuviel war, hatte Bena nur noch das Bedürfn is zu
ruhen . Da das Herrchen sich in so lchen Situationen auf
das K anapee zu legen pflegt, tat es Bena dem Herrchen
nach. Als dann Gu drun kam, um die ausgekühlten
Krömle zu versorgen, damit sie nicht schon vor Weih-
nac hten ihre heimlichen Abne hmer fä nden, mußte sie
sich darüber keine G edanken mehr machen. Bena lag
rücklings auf dem Kan apee und streck te alle Viere von
sich wie der Wolf im Rotkäppc hen-Märche n. Vom Bau-
chaufs chnei den nahm Gudrun jedo ch Abstand, weil sie
nicht an Märchen glaub t.
Fit mit Musik
An einem h eißen Sommertag, die meist en Musikanten
bekamen schon Durst auf der A nfahrt nach Hohenems,
stand im Program m eine Ausrückung beim Musikfest.
Flügelhornist L udwig fuhr nicht mit den and eren im
Omnibus dorthin. Er kam in seiner Mu sikantentr acht
auf seinem Ren nrad ang efahren . Nach dem Festumzug
sorgten die meisten Musikanten den durch Schwitzen
stark gesunkenen Flüssigkeitsspiegel wieder anzuhe-
ben. Nicht so der Ludw ig. Er setzte sich wieder in Uni-
form auf sein Renn rad und fuhr auf dem «schnellsten»
Wege über den Furka-Paß heimwärts. Ob Ludwig die
Tracht auf der ganzen Strecke anbehal ten hat, ist nicht
bekannt, da keine r mitgefahren ist.
«Spürig e EINBAH NSTRASSE»
Eine sto lze BM W-Besitzerin fuhr fast täglich von Wol-
furt nach B regenz, um a Krankob'süchle z'm acho. Da-
bei fuhr sie jeweils die Einbahnstraße beim BÖCKLE
auf und ab. Auf f rischer Tag ertap pt, gestan d die ah-
nungslose «Stramme'r» Frau: «I fahr hüt zum 20. Mol
dio Schtroß, bis jetzt ischt mir nit ufgfallo, daß des an
Einbahnschtroß ischt.»
DIE FEINHEITEN
LIEGE N IM D ETAIL
(aufgel esen bei 100 Jahre T urnen in Wol furt 15.8.86)
Beim Sekti onsturne n am Barrren turnt Old Champi on
O swald Klettl neben dem Betonierer Alwin. Altbürge
Waibel frägt Tischnachbarin Helma hö flich, wer der
sei, der mit Rohner's Alwin turne. «Klettl Ossi» war die
t urnerschaftsku ndig e Ant wort. Da nick te der Alt bürge
zustimmend und ergänzte verwandschaftsk undi g: «Ja,
ja den kenn ich. Das ist der jüngste Bru der von Klettl's
Tone. »
Läbbe als Bettnässer
So — könnte man meinen — sind das nicht alle aus ge-
wachsene Läbbe. Es begab sich aber so. Möbe hatte
Sonja gefrei t und darob hat ten sich auch die Läbbe ge-
freut. Schon in aller Her rgottsfr üh h atten sie geschos-
sen, nach der Trauung sme sse in den Fasnatfarben be-
malt und kostümiert Fruchtbarke itsreis gestreut. Nun
sollte die Heimkehr des jungen Paares noch eine Über-
ras chung bringen. Daß es eine solche Überraschung
wurde, war allerdin gs nicht vorgesehen. Auf den Ehe-
bett en wurde ein Schwimmbassin situiert und mit Was-
ser gefüllt. Leider wurde aber die Dichtheit des Wasser-
behälters vo rher nicht überp rüft. Als G erold und Sonja
heim kamen, war eine Matratze schon so durchnäßt ,
daß sie die Hochzeitsnacht auswärts verbringen muß-
ten. Sie g enossen im H ochz eitsurlaub dann die Sonne
des Südens, während Mama Mini zu Hause tagsüber die
Matratzen an der Sonne wend ete. Die Sonne macht e so
freundlich mit, daß das junge Paar wenigstens nach
dem U rlaub in ihren Betten liegen konnten.
Konsequenze n aus der Fürbat 1986
Die Feststellung in der letzten Für'oat , daß bei Goasbi-
rar's Franzo Fahrradhandlung die Glocke öfters Be-
triebsruhe habe, wenn er vis-ä-vis im Klimbi m den
Durst stil le, ist nicht ohne Folgen geblieben. Jetzt
macht es beim Türö ffnen wieder fleißiger « klim-bim».
Das «Klimbim» vis-ä-vis d ürfte aber keine Umsatzein-
buße erl itten haben, denn Franz schickt jetzt nämlich
den Buben, um den Gerstensaft über die Straße her-
übe rzuhole n. übe rzuhole n.