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Full text: D'Hafoloabar Fürbat 1978-1989 (1-12)

Der Maulkorb 
Nichts zu lachen 
Die Gemeindeangestellten sitzen seit neuestem mit verbundenem Mundwerk an 
ihren Schreibtischen Wie uns mitgeteilt wird, handelt es sich um einen Erlaß des 
Gem einde—Chefs , damit keine Gehei mnisse aus der Amtsstube in falsche Hände 
geraten. Was für Geh eimnisse es sind, konnten wir al lerdings nicht erfahren, 
doch kann es sich nur um politische Angelegenheiten hande ln. 
Dies betr ifft aber nur schwar ze Mandat are, da der „Nelken—Theo" immer info r— 
miert ist. Ob auf diese Weise eine Amtsv er l ängerung bew irkt werden kann? 
M EISTERBÜR GERS KULTURBUDGET 
DIE ROTE F L ÄCHENWIDMUNG 
Vor zehn J ahren waren unser e Gemeindev er— 
treter noch stolz auf den Mann, der ihnen 
Wolfurt in eine Industriezone und in Wohnge— 
biet eingeteil t hat. Mit viel Engagement wurde 
damals der Flächenwidmungsplan der Bevöl— 
kerun g v orgelegt, und in diesem Zusammenhang 
wurden die F ähigke iten des Planers Wu rzer 
hervorgehobe n, so gelobt, daß man ihm eine 
Straße widmete — „Wurzerstraße". Nachdem 
der Flächenwidmungsplan dann schon beschlos — 
sene Sache war, entpuppte sich der TU—Profes— 
sor als aktiver „Genosse" in Wien. Er übernahm 
den Stadtratsposten vom „Brüc ken—Hoffm ann". 
Als die Wolfurter Räte bemerkten, daß sie einen 
Geno ssen mit einem Straßenn amen ehren woll— 
ten, wurde rasch die Straße umgetauft. Der 
neue Name für die Straß e wurde bald g efun— 
den: Dörferstraße. Trotz dieses neuen Namens 
wurde heftig um das Für und Wider dieser 
Straß e d iskutiert. Ob es der in Wien inzwischen 
kritisierte Stadtrat Wurzer („Ver—Planungs— 
Stadtrat") a usmacht, oder die falsch geplante 
Straße, daß über 600 Unterschri ften gegen sie 
gesammelt wurden, ist bis heute noch nicht ganz 
geklärt. 
muß offenbar zu Gunsten andere r Haushalts— 
stellen gekürzt wor den sein, wie könnte man sich 
sonst erklären, daß er zwar Interesse für Kultu r 
zei gt, indem er bei Wien—Besuchen auch die 
Staatsoper besu cht, sich dort aber nur einen 
Stehplatz lei sten kann. 
Voll ausbaufähig. 
Wie in Hafoloab Straßenbau betrieben wird, 
dokumentiert die Entstehung einer Straße: 
Web e rgässele, Webergasse, Web e rströßle, Weber— 
s traße, Web erschnells traße, Web eraut ob ähnle, 
Weberautobahn, SACKGASSE! 
In diesem Zusamm e nhang fällt auf, daß es in 
Hafoloab noch keine „Hubert—Waibel—Straße" 
gibt. Die Sackga sse würde sich anbieten, um dem 
Meisterbü rger eine Freude zu machen. Vielleicht 
wäre dann die W ebersackgas se die letzte über— 
brei te Straße Hafoloabs. 
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