Der einzig sichere Weg
zur schlanken Linie:
S AMSTAG, 20. MAI
Beim 35-er Ausflug des Jahrganges 1943 er—
schienen einig e Jahrgänger ziemlich bleich und
um einige Kilo l eichter: Nach den verschi ed enen
„Vorb ereitu n gssitz unge n", die bis in die frühen
Morgenstunden andauerten, macht e sich bei
Helmu t M., Joc hen B. und Norb ert V. jeweils
eine akut e, für me hrere Tage anhaltende Appe—
titlosigkeit (verbunden mit stechendem Blick)
bemerkbar. Die drei 43er schwören darauf,
daß dies die beste Abmagerungskur war!
D IENSTAG, 23. MAI
Die Hände bleiben auf
dem Tisch
DONNERSTAG, 4. MAI:
(Christi Himmelfahr t): Ein „Alpenverein—Spe—
zialistenteam" fährt 10 Mann hoch per Fahrrad
rund um den Bodensee. Natürl ich darf dabei
an richtiga Znüne nicht fehl en — auch nicht
bei Spenglers Edwin: Auf seiner Lenksta nge hat
er einen Picknick—Tisch mit allen Raffine ssen
montiert. Selbstverständlich war eine Bierflasche
in Spezialhalterung und mit Spezialnuggel dabei.
DIENSTAG 9. — MITTWOCH 10. MAI 1978
Unse re Feue rwehr männer sind für K atastro phen-
einsätze bes tens geschult und haben seit heute
Nacht eine neue Tätigkei t: Gegen eine Kiste
Bier könne n Sie die tapf eren, ü bernächtigten
Män ner für eine Weckparade engagieren. Mit
dezentem Gebrüll „Taaaaa agwach e!! Auf, auf,
ihr faulen Säcke!!!" von Johann's Reibeisen—
stimme werden auch Sie s icher geweckt! Sogar
die im Wolfurte r Holz kurzfristig stationierte
„Schwere Kompanie Lochau" erzitterte in der
frühen Morgenstunde bei die sem Weckruf und
griff mit zitternder Hand sofort zum St urm—
gewehr! Auf Grund des üb erras ch enden, uner—
warteten Erfolges warten Johann von der
A. Loackerstraße und Walter vom Martinsweg
auf w eitere Einsät ze!
R äuber und Gendarm
DIENSTAG, 16. MAI
In Wolfurt wurde wiede r ein Auto, älteren Bau—
jahres, ohne Autonummer vom Kellaweg kom—
mend in Rich tung Gem eindehaus fahrend ge—
sichtet. Die Recherchen der im oberen Stock
des Gemeindeamtes waltenden Gendarmerie—
beamten ließen den Täter bald im unt eren Stock
finden: Es war der Ge meinde—Hubert, der seine
Wechselnummer V 58 (nicht zu verwech sel n
mit dem Feuerwehrauto!) zuhause ließ, frei
nach dem Motto: Wer seine Autonummer liebt,
läßt sie zuhause!
Mit strahlenden Augen trudelt der Gemeinde—
vizehammer bei der Sitzung ein und zeigt voller
Stolz sein er stes ei genes Haustier — einen Kar—
toffelkäfer — siche r ve rpackt in einem Gemüse—
breigläsc hen . Na türlich liefe rt er dazu wisse n—
schaftlich e Daten: 10 schwarze Streifen (wo—
rüber sich der OVP—Obmann Joc hen freut und
Theo rot anläuft) und 32 Millionen Nachkom —
men pro Jahr (wobei wiederum der „Steine"
Stielaugen bekommt);
DONNERSTAG, 8. JUNI:
Direktor Vogel be grüßt an einem Verke hrser—
ziehungsabend den aus dem Urlaub kommenden
Gendarmeriepostenkommandant Immler:
„ Herzliche n Gruß an Herrn Immler, der extra
aus dem Urwald zu uns g ekommen ist!"
Anmerkung der Redaktion: Lia ber an Schan—
darm usam Urwald, als us dar Sch andarmerie—
schual!
xoliich e I
achle
SONNTAG, 10. JUNI:
Fremdenverkehrswerbung auf feuerwehrisch:
Seit der Fe ue rwehr—Eu ro pam e isterschaft im
deutschen Böbling en wissen deutsche Feuer—
wehrmänner, wo Wo lfurt ist! Eine Umfrage
hat erge ben, daß ein Großteil jetzt der Ansicht
ist, daß Wolfurt die Landeshauptstadt ist. Nach
unb estät igten Meldungen soll einem nicht ganz
geheuer sein: Nach dem Eintreffen in Wolfurt
hat er sofort Inserate aufgegeben: „Zweimann—
zelt nach einmal igem Gebra uch gegen Kinder—
wagen zu tauschen gesucht!"
Santa's Luis hängt den Kopf beim Singen des—
halb so tief, weil er so noch tiefer in die Noten
sieht und er sc hließt die Augen, damit er höher
hinaufkommt.
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