The blue-danube-rider
oder
Die Donau-Sprinter
Augen auf
WARUM IN DIE FERNE SCHWEIFEN?
Si eben stattliche - nicht mehr ganz
sportliche - Wolfurter mach ten es sich
vergangenen Sommer zum Ziel, von Passau
bis nach Wien zu radeln. Sie waren
bestens ausgestattet, und es fehlte an
nichts. Satteltaschen, Lenkstangen-GPS,
Radlerhosen und Sportlerunterwäsche
zäh lten zur S tanda rt-Aus rüstu ng. F orbert
Nischer war wohl um seine Kondition
und Gesundheit ein wenig besorgt.
Sicherheitshalber besorgte er eine
Pu lsuhr mit dazugeh örigem Pu lsgurt. Damit
wo llte er ver hinder n, dass er über seine
Leistu ngsgre nze ging. All morgen dlich
band er die Uhr ums Handgelenk und den
Gurt um se inen nicht unbeachtlichen
Leib. Während der Radtour kontrollierte
er seine Leistungsfähigkeit immer wi eder
mit einem Blick auf die Uhr, was er jedoch
vor sein en Kollegen ei nige Zeit geh eim
hiel t. Als ihm die Uhr allerdings am
zwei ten oder drit ten Tag immer noch keine
ve rnünft igen Werte lief erte, platz te ihm
der Kragen. Er wollt e sich lau tstark der
tec hnis chen Ger äte, die offensichtlich
defek t ware n, ent ledige n. Nun wurde n
die Kameraden auch auf die raffinierte
Ausstattung For berts auf merks am. Sie
staunten nicht schlecht, als Forbert
sein Trikot in die Höhe schob und der
rund um den Bauch befestigte Pulsgurt
zu sehen war. Nachdem die Freunde ihm
dabei behilflich wa ren, den Gurt über dem
Brustkorb zu plat zier en, stand einer
sportlichen Spitzenleistung nichts mehr
im Wege.
Monatelang wurde eifrig an der neuen Raiffeisen-
Bank im Zentrum Wolfurts gearbeitet. Und
diese Arbeiten wurden penib el genau von einer
Web-Cam aufgezeichnet. Die meisten Wolfurter
schenkten den Bilder n, die von dieser Kamer a
aufg ezeichn et wurd en, wenig bis gar keine
Beachtung. Nach Fertigstellung der Bank wurde
Filmkamera abgebaut und die Bilder im Netz
erlösc hten . Postwen den d kam die Rek lama tion
— aus BRASILIEN!!! Merbe rt Hoosmann,
ausgewanderter Wolfurter — beheimateter
Bra silian er besch werte sich als erst er darübe r, nun
keine Bi lder aus der Heimat mehr empfange n zu
können. Dies veranlasste die Betreibe r der Kame ra
nachzudenken. Nachdem ein geeigneter Platz
gefunden worde n war, wurde die Kamer a erneut
i nstalliert und in Betrieb gen ommen. Und wiederum
war Merbert Hoosmann der erste, der sich über
Bilder aus Wolfurt — nun vom roten Platz — freute.
Sollte dieser Artike l nun auch das Interes se der in
Wolfurt ansäs sigen Bevöl kerung geweckt habe n, so
können die Bilder auf der Homepage www.wolfurt-
fuer-wolfurt.net abgerufen werden.
Spät abends im Reic hl
Es geht um gün stiges Einkau fen von Käse.
Klausers Clau dia zu Horst: „Woasch, i kouf do
Käs all direkt bi do Alp la!"
Käse in Platikflaschen gibt es noch nicht, liebe
Claudia. Sicher kaufst Du den Käse bei der ALMA.
Vom Vorschlag zur fixen Idee
Aus gesun dheitlichen Gründen musst e Rober t
Geiger seine jahrzehntelangen kostenlosen
F r iedho fseinsätze (Schne e schau feln, Un kraut
jäten, Friedhofsstiege räumen und salzen, ...)
abgeb en. Nicht nur seitens der Pfar re und des
Gemeindeamts sonde rn von allen Einwohn ern
muss Robe rt an dieser St elle gedank t werde n.
Jetzt wird natürli ch klar, dass eine solche
Betreuu ng auch Geld koste t. Um der aufwändigen
St i egenwartung zu entgehen, wurde seitens der
Gemeinde (für den Friedhof ist GR. Elisabeth
Fische r zuständig) eine Liftvariante in Erwä gung
gezogen. Da wir ja in der Ge meinde des weltweit
g rößten Lif th erstellers wohnen, sollte dieser
Vorschlag keine Utopie sein.
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