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Die vermutli ch erste laue Som merna cht veranlasste
eini ge Bootbesitzer im Fußacher Hafen, eine
Schiffsparty zu feiern. Unter den Gäste n befand sich
auch Dörburger Hagmar. Zu ( sehr) späte r St unde
musste sie das „Stille Örtchen" aufsuchen, um sich zu
erleichtern . Sie spazierte seelenruh ig und noch nichts
ahn end zum Hafenrestaurant Schw ed ensch anze,
wo sich die Toiletten für die Liegeplatzbesitzer
befinde n. Die Tür zum WC stand sperrangelweit offen
und wurde mit einem schweren Stein am Zufallen
gehindert. Ordnun g sl iebend wie die umtriebige
Hagi nun e inmal ist, schob sie den Stein zur Seite
und bet rat dann die Räumlichkeiten. Nachdem sie
ihr Geschäft verrichtet hatte, wollte sie mögl ichst
rasch wie der zu ihren Freunden aufs Boot und
weiterfeiern. Dar aus soll te aber l eider nichts werden.
Die von ihr geschlossene Tür ließ sich nicht mehr
öffnen. O bwohl Hagi daran riss und zerrte , mit den
Fäusten darauf trommelte, mit den Füßen dagegen
trat, blieb die Tür beharrlich geschlossen. Der Türe
fehlte die T ür schnalle. Nun wurde auch Hagi klar,
wozu der Stein , den sie unvorsichtigerweise zur Seite
geschoben hatt e, gedient hätt e. Hagis Rettung wäre
ein Handy gewesen, aber d ieses befand sich in ihrer
Han dtasche, und die wiederum lag auf dem Boot
zwischen den Partygäs ten. Jetzt musste ihre Stimme
herh alten. Laut wie ein Löwe brü llte sie um H ilfe. Doch
ihre Mühe wurde nicht belohnt, denn der Gas tgarten
war leer und das Personal bereits zu Hause. Sie hoffte,
den Freunden fiele ihre lange A bwesenheit auf und
sie würde n bald nach ihr suchen. Dem war leid er nicht
so, denn ihre Bekannten vermuteten, Hagi habe sich
klamm heimlich verabschiedet und liege bereits in
ihrer Koje. Keine Hilfe nahte! Aber es wäre nicht Hagi,
wenn sie sich nicht s elbst zu h elfen gewusst h atte.
Im Vorraum der WC-A nlage befand sich neben dem
Waschbecke n ein Wickeltisch. Mit Schwung hievte
sie sich hinauf, ringelte sich ein wie ein Embryo und
verbrachte die Nacht mehr oder weniger bequem auf
der Damentoilette. Befreit wurde sie am nächsten Tag
von einer beinahe zu Tode erschro ckenen Putzfrau.
Wer solche Freunde hat,
braucht keine Fe inde
Die Vereinsmitglieder von „Wolfurt für
Wolfurt" m achen alle Jahre einen Ausflug ,
um sich von den Strapazen der diversen
von ihnen veranstalteten Aktivitäten zu
erholen. Wobei Erholung nicht unbedingt
das w esentl iche Merkmal dieser Ausflüge ist.
Beim letz ten Ausflug waren sie in Gargellen,
und da zu Gast bei unsere m Gmeindearzt Dr.
Tonko.
Verginia e rkundigt sich ganz vorsic htig
bei GüFaigle, ob er es wagen könne , mit
se inem Hausarzt auf Du-und -Du zu gehen
und fragte nach: „Wio hoa sßt ar eigentle
mit 'm Vornamo? Bi mior ufm Handy hoaßt
ar bloss Dr. T onko." Gü wie aus der Pistol e
geschossen: „Deor hoaßt Christoph . "
Kurt geht darau f in die Offensive mit einer
dicken Zigarre bewaffnet, klop ft Dr. Tonko
auf die Schulter und legt los: „Christoph,
kumm rouchond mior m itonand a Zigarre
und sind ab sofort per Du." Dr. Michae l
irritiert zu Verginia: „Weor heot ou dir i gredt,
dass i C hristoph hoaß?"
Vergi: Michael! Michael hoaßt ar sit übr 50
Johr! Johr!