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Full text: D'Hafoloabar Fürbat 2012-2017 (34-39)

Mo:» 4m11 'i 
Die vermutli ch erste laue Som merna cht veranlasste 
eini ge Bootbesitzer im Fußacher Hafen, eine 
Schiffsparty zu feiern. Unter den Gäste n befand sich 
auch Dörburger Hagmar. Zu ( sehr) späte r St unde 
musste sie das „Stille Örtchen" aufsuchen, um sich zu 
erleichtern . Sie spazierte seelenruh ig und noch nichts 
ahn end zum Hafenrestaurant Schw ed ensch anze, 
wo sich die Toiletten für die Liegeplatzbesitzer 
befinde n. Die Tür zum WC stand sperrangelweit offen 
und wurde mit einem schweren Stein am Zufallen 
gehindert. Ordnun g sl iebend wie die umtriebige 
Hagi nun e inmal ist, schob sie den Stein zur Seite 
und bet rat dann die Räumlichkeiten. Nachdem sie 
ihr Geschäft verrichtet hatte, wollte sie mögl ichst 
rasch wie der zu ihren Freunden aufs Boot und 
weiterfeiern. Dar aus soll te aber l eider nichts werden. 
Die von ihr geschlossene Tür ließ sich nicht mehr 
öffnen. O bwohl Hagi daran riss und zerrte , mit den 
Fäusten darauf trommelte, mit den Füßen dagegen 
trat, blieb die Tür beharrlich geschlossen. Der Türe 
fehlte die T ür schnalle. Nun wurde auch Hagi klar, 
wozu der Stein , den sie unvorsichtigerweise zur Seite 
geschoben hatt e, gedient hätt e. Hagis Rettung wäre 
ein Handy gewesen, aber d ieses befand sich in ihrer 
Han dtasche, und die wiederum lag auf dem Boot 
zwischen den Partygäs ten. Jetzt musste ihre Stimme 
herh alten. Laut wie ein Löwe brü llte sie um H ilfe. Doch 
ihre Mühe wurde nicht belohnt, denn der Gas tgarten 
war leer und das Personal bereits zu Hause. Sie hoffte, 
den Freunden fiele ihre lange A bwesenheit auf und 
sie würde n bald nach ihr suchen. Dem war leid er nicht 
so, denn ihre Bekannten vermuteten, Hagi habe sich 
klamm heimlich verabschiedet und liege bereits in 
ihrer Koje. Keine Hilfe nahte! Aber es wäre nicht Hagi, 
wenn sie sich nicht s elbst zu h elfen gewusst h atte. 
Im Vorraum der WC-A nlage befand sich neben dem 
Waschbecke n ein Wickeltisch. Mit Schwung hievte 
sie sich hinauf, ringelte sich ein wie ein Embryo und 
verbrachte die Nacht mehr oder weniger bequem auf 
der Damentoilette. Befreit wurde sie am nächsten Tag 
von einer beinahe zu Tode erschro ckenen Putzfrau. 
Wer solche Freunde hat, 
braucht keine Fe inde 
Die Vereinsmitglieder von „Wolfurt für 
Wolfurt" m achen alle Jahre einen Ausflug , 
um sich von den Strapazen der diversen 
von ihnen veranstalteten Aktivitäten zu 
erholen. Wobei Erholung nicht unbedingt 
das w esentl iche Merkmal dieser Ausflüge ist. 
Beim letz ten Ausflug waren sie in Gargellen, 
und da zu Gast bei unsere m Gmeindearzt Dr. 
Tonko. 
Verginia e rkundigt sich ganz vorsic htig 
bei GüFaigle, ob er es wagen könne , mit 
se inem Hausarzt auf Du-und -Du zu gehen 
und fragte nach: „Wio hoa sßt ar eigentle 
mit 'm Vornamo? Bi mior ufm Handy hoaßt 
ar bloss Dr. T onko." Gü wie aus der Pistol e 
geschossen: „Deor hoaßt Christoph . " 
Kurt geht darau f in die Offensive mit einer 
dicken Zigarre bewaffnet, klop ft Dr. Tonko 
auf die Schulter und legt los: „Christoph, 
kumm rouchond mior m itonand a Zigarre 
und sind ab sofort per Du." Dr. Michae l 
irritiert zu Verginia: „Weor heot ou dir i gredt, 
dass i C hristoph hoaß?" 
Vergi: Michael! Michael hoaßt ar sit übr 50 
Johr! Johr!
	        
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