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Full text : Neuaufgedeckte Fresken in Bregenz

MITTEI LUNGEN

DER K. K. ZENTRAL-KOMMISSION FÜR DENKMALPFLEGE

HERAUSGEGEBEN VON DEREN PRÄSIDIUM

DRITTE FOLGE

Band XI Nr. 3 März 1912

Fluate

Die (Keß lerschen ) Fluat e, wel che sich als Konservierungsmittel aller Art Bausteine
(Kalkstein, Marmor, Sandstei n, Kunststein, Zementwaren u. dgl.) besten s bewährt haben und
deren Anwendung von der Z. K- wiederholt empfohlen w urde, werden nunmehr auch im
Inland e (Österreichischer Verein für chemische und metallurgische Produktion in Aussig) erzeugt.
Die hiemi t verbu ndene wesent lich wohl feilere Herstellung des Mittels läßt eine ausgedeh nte
Verwendung erhoff en.

Denkmalrat

Am 12. April fand die erste Sitzung des Denkmalrates unter dem Vorsit ze des Vizepräsidenten
 Grafen Latour statt. Vor Beginn der Sitzung begrüßte der Minister für Kult us
und Unterricht, Ritter von Hussarek, die Anwesenden in einer längeren Ansprac he und wünscht e
ihren Beratungen einen anh alt enden Erfolg . Anwesend waren die Mitglieder: Univ.-Prof, von
Boloz-Antoniewicz, Gust av von Benda, Direktor Brau n, Msgr. Bulic, Regierungsrat Deinin ger,
Baurat Demel, Regierungsrat Dreger, Dombenefiziat Adri an Egge r, Uni v.- Prof. Hermann Egger,
Direktor Glück, Oberstkämmerer Graf Gudenus, Hofrat Goll, Domherr Groesser , Dombaumeister
Hilbert, Univ.-Pr of. Hoernes, Landeshauptmann Baron Hormuzaki, Prof. Hrach, Hofr at Ritter
von L uschin, Direktor Mantuani, Prof. Mayreder, Univ . -Prof. Graf Mycielski, Eugen Miller von
Aichholz. k. und k. Erster Restaurator Hermann Rits chl, Regierungsrat Schiefthaler, Direktor
Ritter von Schlosser, Prinz Friedrich Schwarzenberg, Karl von Schwerzen bach , Landesh auptm ann
Graf Serenyi, Dombaumeister Simon, Graf Volkmar Spau r, Prälat Hofrat Swoboda, Fürst Hugo
Windischorätz, Hof rat Wieser, fe rner die Gen eralk onser vator en: Oberbaurat Deininger, U niv.-Pro f.
Dvoräk, Regierungsrat Kubitschek, Hofrat Neuwirth, dann Sekti onsrat Bauer und Ministerialsekretär
 Ritter von Ambros. Der Vorsi tze nde gab einen Überblick über den Stand der Verhandlungen
 betreff end den im Herrenhaus eingebrachten In itiativa ntrag zur gesetzlichen Regelung
der Denkmalpflege. Hiera uf bericht ete Generalkonservator Hofra t Neuwi rth über die Grundsätze,
welche die Z. K. bei der Restaurierung von Baudenkmalen zur Anwendung bringt, und führte
die wicht igs ten kirchlichen und prof anen Denkmal e an, bei deren Restaurierung die Z. K. im
Jahre 1911 interveniert hat. Daran schloß sich ein Vortrag des Gener alko nserv ators Oberb aurates
Deininger über Er weiterun gsb auten an kirchlichen Denkma len und die hiebei zu beach tend en
Grun dsätz e, die er an einer Reihe von ko nkreten Beispielen illustrierte. Hierauf folgte der
Beri cht des Generalkonservators Professors Dvo räk über die wicht igs ten Akti onen zur Erhaltung
von Gemälden und die hiebei zu beac hten den Grundsätze. An diese n Vortrag knüpfte sich
eine Debatte, an der sich insbesondere der k. und k. Erste Restaurator Hermann Ritschl be-M

 it teilungen der k k. Zent ral-K ommissio n 1912 ß
            
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