Das
ornamental
gestaltete
Mittelfenster
lien
1
Sa
>
Abbildung
der HI. Walpurga,
Glasfenster im
Kuppelsraum
mes ein. Die Glasfenster stam- oben mit einem Engelkopf oder
men aus der Glasmalerei Zett einem Strahlenkreuz bekrönt ist.
ler in München. Diese Anstalt Der untere Abschluß zeigt unter
wurde von Franz Xaver Zettler dem Namensschild eine Blattgir-
im Jahre 1871 nach Aufhe- lande. Folgende Heilige sind
bung der kgl. Glasmalerei in dargestellt:
München gegründet und war weit über die Grenzen 1. Links vorne: Hl. Magnus, zu dessen Füßen sich Schlan-
Deutschlands hinaus bekannt und geschätzt. Werke dieser gen winden, wohl als Sinnbild des Heidentums, das er
Anstalt sind für Dome und Kathedralen der Schweiz, in durch sein Wirken ausrottete.’ Dieses Fenster zeigt wie die
Schweden und Rumänien angefertigt worden. Von den übrigen großen Fenster im Schiff die Bezeichnung der Stif-
Glasfenstern des Presbyteriums zeigen die beiden äußeren ter und deren Wappen. Demnach wurde dieses Fenster von
die Apostelfürsten Petrus und Paulus als Halbfiguren. Mehr Fri. Martha und Ferdinand von Sury in Solothurn gestiftet.
dekorativ gehalten sind die beiden inneren Fenster mit den 2, Dahinter ist der HI. Otmar als Abt mit einem Weinfäßchen
Symbolen der vier Evangelisten, Dabei fällt auf, daß das abgebildet. Nach einer Legende wurde es nie leer, obwohl
Symbol für den Hl. Lukas durch ein Kreuz ersetzt ist. Der er daraus viele Pilger und Arme labte.® Gestiftet wurde die-
Grund für die Wahl dieses Symbols ist unbekannt. In der ses Fenster von der Familie Wettach, St. Gallen.
Farbgebung ist dieser Teil des Fensters etwas dunkler. Viel- 3. Rechts vorne ist die HI. Scholastika, die leibliche Schwe-
leicht handelt es sich dabei um die Ausbesserung einer ster des HI. Benedikt v. Nursia, als Äbtissin in schwarzem
späteren Beschädigung, die nicht im ursprünglichen Sinne Ordenskleid dargestellt. In der Hand hält sie eine Papierrolle
hergestellt wurde. Das Mittelfenster ist nur ornamental ge- mit der Aufschrift “Regula” als Zeichen der Ordensgründe-
staltet. Die vier Fenster der Seitenschiffe beziehen sich auf rin. Vor der Brust schwebt eine weiße Taube. Damit soll
Ordensheilige des Benediktinerordens. Die dargestellten Fi- darauf verwiesen werden. daß ihr Bruder ihre Seele bei
guren treten aus einem floral verzierten Bogen hervor, der ihrem Tod wie eine Taube zum Himmel schweben sah.°? Als