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Full text: Vorarlbergische Chronik oder Merkwürdigkeiten des Landes Vorarlberg besonders der Stadt und Landschaft Bregenz

C II m 
Schiffart stat tfinden kon nte / bis diese Majestätsvor­ 
rechte von den K aysern selbst an geift - und weltlic he 
Sta nde vergabt wurden. — In dieser Zwischenzeit 
wurd en alle Flüsse und Seen als gemeine Reichs­ 
straßen angesehen 1 und ihre Sic herheit in den so lang­ 
wi erig unruhigen Zeiten mußte heilig seyn. Wer 
diese verletzte f und sich an den Reisenden oder an 
ihren Gütern vergriff/ ward von dem Gowgrafen 
mit der darauf gesetzten Strafe bel egt / und schon 
unter Karl dem Große n hatten die köni gli chen Ge­ 
sandten den Auftrag: besonders auf schiffbare Wa­ 
fer ein sc harfes Aug zu richten, und zu veranstalten^ 
daß ihr User wohl unterhalten würden ; auch war 
die Schiffahrt jed ein Grafen in feinem Gow fo nach­ 
drücklich als die gute Erhaltung der Strassen und 
ihre Handhabung empfohlen. Eben so waren auch 
die Fychenzen dem Kay ser Vorbehalten, bis sie ver­ 
lie hen oder geschenkt wurden. Vermut lM) suchte 
man am Bodensee in jenen stürm ische n Zeite n, da 
in Schwaben und Helvezien lange daurende Strei ­ 
tigkeit en wegen des Kayft r throns herrschten, sich von 
Schiffahrt und Fistherey so viel, als federn bel iebte, 
zuzuei gnen , und bey ihren anwaehstnden Vortheilen 
legten sich mehrere auf -iest einträglichen Hand­ 
thi erung en, durch deren allmahlige Vereinigung die 
Inn ungen der Schiffleute und Fischer enlstandem 
Selbst im eilfren Ja hrhunde rt müssen die am Boden- 
ste gelegenen La ndschaft en noch lehr roh ausgesthen 
habe n, wenn sie schon vermuthlich bereits vor langer 
Zeit an gebaut word en wtw en. — Unter Karl dem. 
V 2 Gr oßen.
	        
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