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GEMEINDE
Beerenstark!
Im Dorf ent-
steht ein
Naschgar ten
mit Obst und
Beeren für alle!
Hier mal eine kleine Erdbeere
und da ein paar Himbeeren vom
Strauch – wer hat als kleines
Kind nicht gern die verschiede-
nen Früchte und Beeren ver-
nascht? Warum pflanzt man bei
uns eigentlich auf Freiflächen
oder neben Straßen meist nur
Pappeln, Weiden und Birken?
Warum nicht Apfel-, Nuss-,
Kirschen- oder Zwetschken-
bäume?
Vor nicht allzu langer Zeit waren
viele Familien froh darüber, dass
es noch zahlreiche Obstbäume
gab, deren Früchte eingeweckt,
gedörrt, gemostet und gebrannt
werden konnten. Heute retten
Obstbäume wohl keine Leben
mehr, tragen aber zum
ÜBERleben der Bienen und Insek-
ten bei. Sie bieten Schutz, Lebens-
raum und Nahrungsquelle.
Die Gemeinde Doren beweist
auch hier Weitblick und pflanzt in
Kooperation mit dem Naturpark
Nagelfluh auf gemeindeeigenen
Flächen mehrere Obstbäume und
Beerensträucher. Neben dem
positiven Effekt für Bienen und
Bestäuber entsteht gleichzeitig
ein gesunder „Naschgarten“ für
alle! Mit dieser Aktion sollen
besonders die Kinder für die
Herkunft, Regionalität und letzt-
lich auch Qualität der Früchte
und Beeren sensibilisiert werden.
Alles ist kost- und verwertbar –
und die Möglichkeiten sind
vielfältig.
Naschen ist gesund!
Im Herbst – zum perfekten Zeit-
punkt – werden 4 Obstbäume
unterhalb des Gemeindesaales
eingepflanzt. Dies ist jedoch nur
der Anfang.
Daneben soll vieles andere Platz
finden: Himbeeren, Erdbeeren,
Johannisbeeren, Brombeeren,
Weintrauben, etc., alles mit
möglichst wenig Pflegeaufwand.
Wer nach der Ernte im Spätsom-
mer Ableger seiner Sträucher zur
Verfügung stellen und so einen
Beitrag zum Naschgarten leisten
möchte, kann dies sehr gerne tun
und sich im Gemeindeamt
melden.
Der
Naschgarten ist als Gemein-
gut konzipiert und steht allen
DorfbewohnerInnen offen. Es soll
und darf dort nach Herzenslust
genascht werden. Dieser Garten
soll auch den sorgsamen Um-
gang mit den Ressourcen lehren.
Jeder Garten braucht das, was in
der heutigen Zeit zum kostbars-
ten Gut geworden ist: Zeit, Zu-
wendung, Raum und Respekt.
„Zurück zur Natur“ heißt der
Langzeittrend
„Ich bin ein Fan von natürlichen
Lebensmitteln“, gesteht Guido
Flatz. Neben den bienenfreundli-
chen, ortsverschönernden Blu-
menwiesen und dem Schulgarten
ist der geplante Naschgarten in
Doren eine weitere tolle Möglich-
keit, wieder mehr zurück zur
Natur zu gelangen. „Diese
Pflanzaktion trägt wiederum
dazu bei, Freiflächen in unseren
Ortschaften naturnah und sinn-
voll zu gestalten und hat Vorbild-
funktion“.
In diesem Sinne freue ich mich
schon, wenn es dann ab nächs-
ten Sommer „Pflücken erlaubt“,
statt „Betreten verboten“ heißt,
so Guido Flatz zur Initiative.