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Full text: s'Dorer Blättle (2018-2020)

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GEMEINDE 
Beerenstark! 
Im Dorf ent- 
steht ein 
Naschgar ten 
mit Obst und 
Beeren für alle! 
Hier mal eine kleine Erdbeere 
und da ein paar Himbeeren vom 
Strauch – wer hat als kleines 
Kind nicht gern die verschiede- 
nen Früchte und Beeren ver- 
nascht? Warum pflanzt man bei 
uns eigentlich auf Freiflächen 
oder neben Straßen meist nur 
Pappeln, Weiden und Birken? 
Warum nicht Apfel-, Nuss-, 
Kirschen- oder Zwetschken- 
bäume?   
Vor nicht allzu langer Zeit waren 
viele Familien froh darüber, dass 
es noch zahlreiche Obstbäume 
gab, deren Früchte eingeweckt, 
gedörrt, gemostet und gebrannt 
werden konnten. Heute retten 
Obstbäume wohl keine Leben 
mehr, tragen aber zum 
ÜBERleben der Bienen und Insek- 
ten bei. Sie bieten Schutz, Lebens- 
raum und Nahrungsquelle. 
Die Gemeinde Doren beweist 
auch hier Weitblick und pflanzt in 
Kooperation mit dem Naturpark 
Nagelfluh auf gemeindeeigenen 
Flächen mehrere Obstbäume und 
Beerensträucher. Neben dem 
positiven Effekt für Bienen und 
Bestäuber entsteht gleichzeitig 
ein gesunder „Naschgarten“ für 
alle! Mit dieser Aktion sollen 
besonders die Kinder für die 
Herkunft, Regionalität und letzt- 
lich auch Qualität der Früchte 
und Beeren sensibilisiert werden. 
Alles ist kost- und verwertbar – 
und die Möglichkeiten sind 
vielfältig.   
Naschen ist gesund! 
Im Herbst – zum perfekten Zeit- 
punkt – werden 4 Obstbäume 
unterhalb des Gemeindesaales 
eingepflanzt. Dies ist jedoch nur 
der Anfang. 
Daneben soll vieles andere Platz 
finden: Himbeeren, Erdbeeren, 
Johannisbeeren, Brombeeren, 
Weintrauben, etc., alles mit 
möglichst wenig Pflegeaufwand. 
Wer nach der Ernte im Spätsom- 
mer Ableger seiner Sträucher zur 
Verfügung stellen und so einen 
Beitrag zum Naschgarten leisten 
möchte, kann dies sehr gerne tun 
und sich im Gemeindeamt 
melden. 
 Der 
Naschgarten ist als Gemein- 
gut konzipiert und steht allen 
DorfbewohnerInnen offen. Es soll 
und darf dort nach Herzenslust 
genascht werden. Dieser Garten 
soll auch den sorgsamen Um- 
gang mit den Ressourcen lehren. 
Jeder Garten braucht das, was in 
der heutigen Zeit zum kostbars- 
ten Gut geworden ist: Zeit, Zu- 
wendung, Raum und Respekt. 
„Zurück zur Natur“ heißt der 
Langzeittrend 
„Ich bin ein Fan von natürlichen 
Lebensmitteln“, gesteht Guido 
Flatz. Neben den bienenfreundli- 
chen, ortsverschönernden Blu- 
menwiesen und dem Schulgarten 
ist der geplante Naschgarten in 
Doren eine weitere tolle Möglich- 
keit, wieder mehr zurück zur 
Natur zu gelangen. „Diese 
Pflanzaktion trägt wiederum 
dazu bei, Freiflächen in unseren 
Ortschaften naturnah und sinn- 
voll zu gestalten und hat Vorbild- 
funktion“. 
In diesem Sinne freue ich mich 
schon, wenn es dann ab nächs- 
ten Sommer „Pflücken erlaubt“, 
statt „Betreten verboten“ heißt, 
so Guido Flatz zur Initiative.
	        
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