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3. Platz für Pascal Höller von der Dachdeckerei und
Spenglerei Baldauf
Wir gratulieren Pascal Höller von der Dachdeckerei und
Spenglerei Baldauf ganz herzlich zum 3. Platz beim Landes-
lehrlingswettbewerb der Dachdecker. Mit Bravour hat er seine
Aufgaben gemeistert. Wir haben nachgefragt, was seine Mo-
tivation ist und wie seine Pläne für die Zukunft aussehen.
Du hast jetzt einen Erfolg in der Tasche und wie geht es weiter?
Pascal Höller: Meine Zukunft ist mir wichtig. Darum werde ich
jetzt zuers t die Gesellenprüfung schaffen. Danach möchte ich
mich als Facharbeiter hin au farb eiten, bis ich selber Lehrling e
mitnehmen darf und eigenständig auf Baustellen arbeiten kann.
Zum Schluss kommt noch die Meisterprüfung. Dann bin ich bes-
tens ausgebildet und kann mein Wissen auch weitergeben.
Landeslehrlingswettbewerb der Dachdecker
In Anbetracht der hochwas-
serschutztechnischen Erfor-
dernisse seitens der WLV
musste bei gegenständli-
chem Projekt die Spange
zwischen technischer Not-
wendigkeit und gewässe-
rökologischer Verträglichkeit
geschaffen werden. Der na-
menlose Zubringer des Sul-
zergrabens wurde daher in
Form eines Raubettgerinnes ausgeformt. Die raue Verlegung im
Sulzergraben, besonders oberhalb der L4, sorgt für ein sehr hetero-
genes Strömungsbild und Nischen. Dadurch ergeben sich Bereiche,
wo sich Sedimente zwischen den Wasserbausteinen einlagern kön-
nen, welche wieder kleinräumig Lebensraum für die aquatische
Lebewelt bieten. Außerdem wurde der Verlauf an den ursprüngli-
chen Gewässerverlauf angepasst. Seitens der WLV wurden die
Maßnahmen entsprechend dem Stand der Technik und im Sinne
des vorsorgenden Gewässerschutzes der Situation entsprechend
durchgeführ t.
Insbesondere sind die Bemühungen rund um einen passenden und
standortgerechten Uferbegleitsaum hervorzuheben. Eine adäqua-
te Beschattung ist vor allem für Gewässerorganismen wichtig, um
eine übermäßige Erwärmung des Gewässers an heißen Sommerta-
gen zu vermeiden. Darüber hinaus reduziert ein Uferbegleitsaum
den stofflichen Eintrag aus landwirtschaftlichen
Flächen. Der Eintrag von Blättern und Holz in
ein Fließgewässer stellt die Nahrungsgrundla-
ge für einige Organismen dar und erhöht
ebenfalls die Strukturvielfalt. Insgesamt profi-
tiert das gesamte Ökosystem von solchen
Maßnahmen.
Durch die Öffnung des Sulzergraben-Zubrin-
gers unterhalb der L4 wurde der aquatischen
Lebewelt wieder ein Lebensraum zurückgege-
ben, der in der verrohrten Gewässerstrecke
verloren gegangen war. Die Bachöffnung
nimmt daher auch aus gewässerökologischer
Sicht einen besonderen Wert ein.
Auch die Bemühungen von Edgar Höscheler,
den weiteren Anrainern und Landwirten, wel-
che die angrenzenden Felder bewirtschaften,
seien erwähnt. Bei den Diskussionen und der
Umsetzung war das Bemühen für eine gemein-
same und konstruktive Lösung spürbar. Es war
eine tolle Erfahrung und Zusammenarbeit, für
die ich mich bei allen bedanken möchte.
Markus Gruber-Brunhumer
Sachbearbeiter Gewässergüte
Sulzergraben - Sanierung nach ökologischen Gesichtspunkten