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Full text: s'Dorer Blättle (2018-2020)

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3. Platz für Pascal Höller von der Dachdeckerei und 
Spenglerei Baldauf 
Wir gratulieren Pascal Höller von der Dachdeckerei und 
Spenglerei Baldauf ganz herzlich zum 3. Platz beim Landes- 
lehrlingswettbewerb der Dachdecker. Mit Bravour hat er seine 
Aufgaben gemeistert. Wir haben nachgefragt, was seine Mo- 
tivation ist und wie seine Pläne für die Zukunft aussehen. 
Du hast jetzt einen Erfolg in der Tasche und wie geht es weiter? 
Pascal Höller: Meine Zukunft ist mir wichtig. Darum werde ich 
jetzt zuers t die Gesellenprüfung schaffen. Danach möchte ich 
mich als Facharbeiter hin au farb eiten, bis ich selber Lehrling e 
mitnehmen darf und eigenständig auf Baustellen arbeiten kann. 
Zum Schluss kommt noch die Meisterprüfung. Dann bin ich bes- 
tens ausgebildet und kann mein Wissen auch weitergeben. 
Landeslehrlingswettbewerb der Dachdecker 
In Anbetracht der hochwas- 
serschutztechnischen Erfor- 
dernisse seitens der WLV 
musste bei gegenständli- 
chem Projekt die Spange 
zwischen technischer Not- 
wendigkeit und gewässe- 
rökologischer Verträglichkeit 
geschaffen werden. Der na- 
menlose Zubringer des Sul- 
zergrabens wurde daher in 
Form eines Raubettgerinnes ausgeformt. Die raue Verlegung im 
Sulzergraben, besonders oberhalb der L4, sorgt für ein sehr hetero- 
genes Strömungsbild und Nischen. Dadurch ergeben sich Bereiche, 
wo sich Sedimente zwischen den Wasserbausteinen einlagern kön- 
nen, welche wieder kleinräumig Lebensraum für die aquatische 
Lebewelt bieten. Außerdem wurde der Verlauf an den ursprüngli- 
chen Gewässerverlauf angepasst. Seitens der WLV wurden die 
Maßnahmen entsprechend dem Stand der Technik und im Sinne 
des vorsorgenden Gewässerschutzes der Situation entsprechend 
durchgeführ t. 
Insbesondere sind die Bemühungen rund um einen passenden und 
standortgerechten Uferbegleitsaum hervorzuheben. Eine adäqua- 
te Beschattung ist vor allem für Gewässerorganismen wichtig, um 
eine übermäßige Erwärmung des Gewässers an heißen Sommerta- 
gen zu vermeiden. Darüber hinaus reduziert ein Uferbegleitsaum 
den stofflichen Eintrag aus landwirtschaftlichen 
Flächen. Der Eintrag von Blättern und Holz in 
ein Fließgewässer stellt die Nahrungsgrundla- 
ge für einige Organismen dar und erhöht 
ebenfalls die Strukturvielfalt. Insgesamt profi- 
tiert das gesamte Ökosystem von solchen 
Maßnahmen. 
Durch die Öffnung des Sulzergraben-Zubrin- 
gers unterhalb der L4 wurde der aquatischen 
Lebewelt wieder ein Lebensraum zurückgege- 
ben, der in der verrohrten Gewässerstrecke 
verloren gegangen war. Die Bachöffnung 
nimmt daher auch aus gewässerökologischer 
Sicht einen besonderen Wert ein. 
Auch die Bemühungen von Edgar Höscheler, 
den weiteren Anrainern und Landwirten, wel- 
che die angrenzenden Felder bewirtschaften, 
seien erwähnt. Bei den Diskussionen und der 
Umsetzung war das Bemühen für eine gemein- 
same und konstruktive Lösung spürbar. Es war 
eine tolle Erfahrung und Zusammenarbeit, für 
die ich mich bei allen bedanken möchte. 
Markus Gruber-Brunhumer 
Sachbearbeiter Gewässergüte 
Sulzergraben - Sanierung nach ökologischen Gesichtspunkten
	        
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