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Full text: s'Dorer Blättle (2018-2020)

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Das	große	Summen	beginnt	wieder!	 
Wer die letzten Woc hen das Erwachen der 
Natur bewusst wahrgenommen hat, dem ist 
eines nicht entgangen: Ein Summen und 
Brummen erfüllt die Frühlingsluft! In Doren 
sind momentan etwa 60 Bienenvölker be- 
heimatet, für die 14 aktiven und 2 passiven 
Mitglieder des Bienenzuchtvereins beginnt 
nun wieder der Jahreskreislauf des Imkerns. 
So wie früher für viele auch kleine Landwirt- 
schaften das Halten eigener Bienen einfach 
dazugehörte, so erfreut sich das Imkern seit 
einigen Jahren steigender Beliebtheit. Im- 
ker-Kurse sind innert ku rzer Zeit ausgebucht, 
Bienenpatenschaften werden eingegan- 
gen, das Wissen der erfahrenen Bienen- 
züchter mit interessanten Erkenntnissen aus 
der Forschung und neuesten Experimenten 
abgestimmt und bereichert. 
Die im Dorf stationierten Völker leisten einen 
immens wichtigen Beitrag für die hiesige 
Natur- und Pflanzenwelt und eine wertvolle 
Bestäubungsleistung! Der Bienenzuchtver- 
ein Doren besteht seit über 120 Jahren und 
freut sich immer über neue Mitglieder oder 
Interessierte! 
Wildbienen sind systemrelevant! 
Was gab es heute Morgen bei Euch zum 
Frühstück? Ein Marmeladenbrot? Fris ches 
Obst? Orangensaft oder Kaffee? Alles dank 
der Bienen. Denn viele Kulturpflanzen müs- 
sen von Insekten bestäubt werden. Dabei 
spielen Wildbienen eine weitaus größere 
Rol le, als die meisten wissen. In Europa 
sind etwa 150 verschiedene Nutzpflanzen 
und etwa 80 Prozent der Wildpflanzen ab- 
hängig von der Bestäubung durch Insek- 
ten. 
Wir Menschen sind darauf angewiesen, 
dass sie und andere Insekten unsere Pflan- 
zen bestäuben. Leider haben Wildbienen 
es besonders schwer: Durch die industrielle 
Landwirtschaft mit ihrem immensen Pesti- 
zideinsatz und der Zerstörung wichtiger 
Lebensräume wurden viele Wildbienenar- 
ten an den Rand des Aussterbens gebracht. 
Von den etwa 700 in Österreich beheima- 
teten Wildbienenarten ist laut Roter Liste 
über die Hälfte davon vom Aussterben be-
	        
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