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Das große Summen beginnt wieder!
Wer die letzten Woc hen das Erwachen der
Natur bewusst wahrgenommen hat, dem ist
eines nicht entgangen: Ein Summen und
Brummen erfüllt die Frühlingsluft! In Doren
sind momentan etwa 60 Bienenvölker be-
heimatet, für die 14 aktiven und 2 passiven
Mitglieder des Bienenzuchtvereins beginnt
nun wieder der Jahreskreislauf des Imkerns.
So wie früher für viele auch kleine Landwirt-
schaften das Halten eigener Bienen einfach
dazugehörte, so erfreut sich das Imkern seit
einigen Jahren steigender Beliebtheit. Im-
ker-Kurse sind innert ku rzer Zeit ausgebucht,
Bienenpatenschaften werden eingegan-
gen, das Wissen der erfahrenen Bienen-
züchter mit interessanten Erkenntnissen aus
der Forschung und neuesten Experimenten
abgestimmt und bereichert.
Die im Dorf stationierten Völker leisten einen
immens wichtigen Beitrag für die hiesige
Natur- und Pflanzenwelt und eine wertvolle
Bestäubungsleistung! Der Bienenzuchtver-
ein Doren besteht seit über 120 Jahren und
freut sich immer über neue Mitglieder oder
Interessierte!
Wildbienen sind systemrelevant!
Was gab es heute Morgen bei Euch zum
Frühstück? Ein Marmeladenbrot? Fris ches
Obst? Orangensaft oder Kaffee? Alles dank
der Bienen. Denn viele Kulturpflanzen müs-
sen von Insekten bestäubt werden. Dabei
spielen Wildbienen eine weitaus größere
Rol le, als die meisten wissen. In Europa
sind etwa 150 verschiedene Nutzpflanzen
und etwa 80 Prozent der Wildpflanzen ab-
hängig von der Bestäubung durch Insek-
ten.
Wir Menschen sind darauf angewiesen,
dass sie und andere Insekten unsere Pflan-
zen bestäuben. Leider haben Wildbienen
es besonders schwer: Durch die industrielle
Landwirtschaft mit ihrem immensen Pesti-
zideinsatz und der Zerstörung wichtiger
Lebensräume wurden viele Wildbienenar-
ten an den Rand des Aussterbens gebracht.
Von den etwa 700 in Österreich beheima-
teten Wildbienenarten ist laut Roter Liste
über die Hälfte davon vom Aussterben be-