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Full text : Durch den Arlberg

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oder ich spähte gegen Süden und beobac h tete den Ba hnzug,
wie er von Werdenberg langsam daher kriecht. Nachmittags
wieder spaz ierte mein Blick in’s stil le Engthal von Levis und
stiege hinau f zum li eblichen Batschuns und zur Furx, oder er
wanderte seelenvergnügt über Giesing und Nenzing durchs
ganze Rheinthai bis zum Bodensee, der bläulich vom nördlic
 hsten Bergeinschnitt herblinkt. Und erst am Abend! Man
muss diese herrlic hen Sonnenuntergänge sehen, wenn sich das
wandermüde Wolke ng eschw ader rothgolden über die Kämme
der Schweizerberge hinlagert und der Duft der Abend beleucht un g
die ganze Gegen d rosig verklärt. Währ end aber oben mit der
hera bsinke nden Dämmerung Stern an Stern erglimmt, zieht
es Aug’ und Gemüth mächtig hinab zum friedlichen Stä dtchen,
dessen Lichter aus der Tiefe traul ich heraufschimmern und
wo noch liebe alte Freunde bei geselligem Trünke beisammen
sitzen. Ob ich da nicht me iner Einsie dle rei überdrüssig Kutte
und Schlappschuh wegschmisse und hinunterliefe, um wieder
bei Mensc hen zu sein, darüber wollen wir uns den Kopf
nicht zerbrechen. Auf Wied er sehen, morgen zu unserer
Weiterfah rt in den schönen Walgau !

Im Walgau. Fe ldkirch bis Bludeuz.

^l& eld kirch selbst steht noch im Banne des breiten Rhei njj^thales.
 Den westlichen Horiz ont beherrscht die schön
geschwungene Kette der Appenzeller Berge, doch der Ausb lick
gegen den Bod ensee gr üsst schon die flacheren Gegenden des
Schwabenlandes. Kaum haben wir aber das Felsenthor der
obern Illschlucht, der mühsam der Schienendamm abgetrotzt
wer den musste, im Rücken, so empfängt uns ein ganz neuer
Landschaftscharakter. Es geht in senkr e chter Abzweigung zum
Rheinthai, schar f gegen Osten, landeinwärts mitt en in den
rhätischen Gebirg s stoek, der sieh amphit heatral isch vor uns
aufbaut. Welch’ reizender Fleck Erde ist dieser Wal gau!
            
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