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Full text : Durch den Arlberg

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li eber den Arlberg.

si11^ früh daran. Die ehrsamen Bürger von Bludenz
y^y haben noch die Bettdecke über den Ohren und auf
den thaunasse n Wiesen an der 111 liegt s chle ierar tiger Neb el;
aber aus dem Hintergründe des dunkelschattigen Brandnerthales
 leuchtet schon lange die in’s Morgenroth getauchte Eisstirne
 der Scesaplana, ein überwältigender Anbli ck. Auch auf
den Graten des Davennakopfes thr ont schon das Sonnengold
und stei gt langsam herab an den Felsenhalden, bis es die
Ru inen der Burg Rosenegg, der Heimat des grössten tirolischen
Lyrik ers Her mann v. Gilm roth erglühen macht.

Wir wandern unte rde ssen auf der Poststr asse ostw ärts
gegen St. Peter. Hier an diese m alten Dominikanerkloster,
unweit welchem, nebenb ei bemerkt, vor Ze iten die sogenannten
Märzge ri chte abgehalten wurde n, the ilen sich die Wege.
Südlich geht es durch die oben erwähnte romant ische
Schluc ht in’s schöne Montaf on, östlich führt unser Weg durch
das Klosterthal über den Arlberg. Würden wir den klei nen
Abstecher zu den paar Höfen von Gasun d nicht scheuen,
wel che in herrlicher Lage auf den Thalkessel von Blu denz
hera bschauen , so könnten wir unse re ganze Arlbergrou te bis
zu der Grenz scheide der Valfugarerwand mit einem Mal überblicken.


Anfangs bis gegen Braz ist die Gegend noch ziemlich
offen. Saft grüne Hügel, stattliche Baue r ngehöfte und riesige
Kirschbäume umrahmen den Weg,' nur hie und da gl otzt ein
wilder Fels enkopf über die waldigen Kup pen, als wollte er uns
auf die spätere Scenerie dieses Hochthales vorbereiten. Uns
entgegen springt munter plaudernd die Alfe nz. Sie kommt
vom Sattel des Arlbergs und wüsste über die Geschichte desselben
 jedenfalls mehr zu erzählen als die prächtige Reichsstrasse
 , die sich wie ein träger Ries enwurm ihr zur Seite
hinauf windet . Ihre jetzige Anlage reicht nicht so weit zurü ck;
            
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