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der Weg selbst ist natürlich sehr alt. Ob ihn schon die Römer
kannten, ist zweifelhaft ; wenigstens weist die v er lässliche
Karte Flavia n Orglers keine n Fundort von römi schen Münz en
nach. Im Mittel alt er bestand nur. ein sehr besuchter Saumweg.
Erst unter Meinhar ds II. unternehmendem Sohne Heinrich,
dem überhaupt die He bung des Verkehrs sehr am Herz en lag,
wurde im Jahr 1309 die Arlbergstrasse eröffnet, 1335 der Bau
fo rtgese tzt und unter Er zherzog Ferdinand volle ndet. Eine
wesentliche Verbesserung erhielt diese wichtige Uebergangslinie
unter der grossen Maria Theresia und durch den Kaiser
Josef; den Namen einer Kunststrasse ver dient sie erst seit
den grossartigen Umbauten, welche sie unter Kaiser Franz in
den Jahr en 1823—18 24 erf uhr. Jetzt ist es ein Hochgenuss
zur schönen Jahreszeit auf dieser sie ben Meter breiten, tre fflich
gebahnten Chaussee den Arlberg zu übersteigen, wenn
auch seit der Eröffn ung des Sch i enenweges die reiche Staff age,
wel che sonst diese Stre cke so malerisch belebte, verschwunden
ist.
Was zog da nicht Alles am Wand erer vo rbei!
Fuhrwer k an Fuhrwerk, vom leichten Landauer bis zum
schweren Lastwagen, der äc hzend Salz, Wein, Getreide und
Kolonial waa ren , vorzüglich rohe Baumwolle, aus Tirol herüber
schleppte, kam ange fahre n, daneben Postcha ise n und ko fferbepackte
Reisewagen, sogar der Dörcherkarren, vom Besitzer
selb st gezogen und von einem Dutzend halbn a ckter Fratzen
gefolgt , fe hlte nicht bei dieser Staffage. Die Pausen zwi schen
dem Fuhrwerk füllten Fussgänger aller Art, reisende Handwerksburschen,
lustige Studenten, die sin gend in die Ferie n
zog en, Militär, Wallfah rer nach Maria Einsiedeln, aus der
Fremde heim kehrende Montafoner und Walgauer u. A., oder
wie es im Teil heisst:
Der so rgen volle Kaufmann und der leicht
Geschürzte Pilger — der andächt’ge Mönch,
Der düst’re Wilddieb und der heit ’re Spielma nn,
Der Säumer mit dem schwerbeladnen Ross,
Der ferne herkommt von der Menschen Ländern.