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Full text: Der Liberale und der Katholik . Freie Gedanken über das "freie Wort zur religiösen Frage" an die Vorarlberger

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ncnSwetthkr Anza hl sich befinden. Sie soll en daselbst ihre 
Freiheit haben, — es sollen -aber auch die Kath oliken nicht um 
die ihr ige gebrac ht werde n. — 
WaS die Pet ition bezweckt, ist lediglich die an Se. Ap ost. 
Majestät zu richtende Bitte, in Berücksichtigung des bisherigen 
rein katholi schen Charakters des Lan des die ses letztere von der 
Giltigkeit des Patentes auSzunehmen. 
L. Wie kann man aber von einem allgemeinen Reichs­ 
gesetze ein einzelnes Keoilland auSnehm cn? 
K. Das Patent ist eben kein allgemeines Reichsgesetz; 
Dalmatien z. B. und Lomb ardo- Venetie n sind darin nicht be­ 
griffen . Die Br. ließ sich in diesem Pu nkte wieder etwas 
Menschl iches beikommen, wenn sie S. 10 von d emselben so 
red et, als wäre es für alle Kronländer erlassen. Ueberhaupt 
mögen Sie ans dem Bisherigen ersehen, inwiefern die in der 
Br. an den „Rückblick auf die Geschichte" (von S. 5—10) 
geknüpf ten Schlußsätze (S. 10 Z. 11 — 19 v. oben) be grün­ 
det seien. — 
L. Es ist aber im Grun de das Bisherige in der Br. 
nur Einleitung. 
K. Um so interessanter dürfte die Hauptsache fein, in 
welc her sie die Petiti on direkte angreift. — 
In Betreff ter Behauptungen der Br., daß in dem Auf­ 
rufe schon Anfa ngs die Unwahrheit enthalten sei, „daß die 
Glaub ensein heit von jeher der große Vor zug Vorarlbergs ge­ 
wesen sei" — habe ich mich schon oben (S. 12) geäußert. 
L. Ich sti mme aber mit dem Verfasser jedenfalls darin 
überein, daß es ke inen Religionskrieg der Vor arlber ger gegeben 
habe, und daß folglich die Behauptung, als hät ten unsere Väter 
das Gut der G laube nsein heit mit Strömen Bluts erkämpft 
und vertheidiget, eine unw ahre fei. — 
K. Der Auf ruf sagt aber auch nichts von einem Reli­ 
gionskrieg der Vorarlberger. Dag egen erinnert uns die 
Br. (S. 5) ja sel bst an jene unglückliche Zeit, „wo Kath oliken 
uich Protestanten in Deutsc hland aus Glaubenseife r sich in
	        
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