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Erst allmählich, als die W aldungen in urbar e Selber
umgeschaffen wurden, zogen die Bewohner mehr in ote
Täler h erab, begannen ben Ackerbau in ber (Ebene un
grü ndeten W eiler und Ortschaften.
Die Religion der Rhätier war heidn isch. 3hre Priester,
zugleich auch Wahrsa ger, standen in sehr hohem Atnjehert
unb zogen mit bem heerbann ins Feld.
Ueber bie staatlichen Einrichtungen der Rhätter erfahr
en wir aus ben römischen Schriftstellern sehr moenig.
Nur ab unb zu beut en ein ige Züge auf bas Leben und
Treiben dieses Dolkes. Die Bewohner lebten hauptlachlic
Don Diehsucht, erzeugten Butter unb Köse. 3n tieferen
Gegenden wurde Ackerbau, B ienenzucht unb Sischtang
gepflegt. Gepflanzt wurden Slachs, sowie auch ha ter,
Roggen, Weizen, namentlich Gerste, aus welcher fie
Ger tenbro t bucken. Aus Gerste und Honig brauten
sie ihr Nationalgetränk, das Bier. Auch würben
Eicheln getr ocknet, gemahlen unb zum Brotbacken bers
wenbet , f erner hülsenfrüchte, wie Erbsen und Boh nen
(romanisch Spizöla) gepflanzt. Der Obstbau war ihmen bes
kannt. Rus ben schweizerischen Pfahlbauten ist 3u erjehen,
daß auch schon lange vor Röm erzeit en in ber R heins unb
Bodenseegegend Elepfel, Birnen, Kirschen und Pfla umen
gezogen würben. Der römische Geschichtschreiber Pli nius
berichtet, daß die Alpenb ewoh ner im Gegensatz 31 den
Römern bie Getränke in hölzernen, von Reifen umgebenen
Gefätzen, also in Fässern, aufbewahrten, während ote
Römer bie Getränke in riesigen irdenen Krügen, mphoren,
kellerten. ...< r
Wit ben Na chbarvölker n trieben bie Rhäti er ham bel
mit Dielen ihrer Erzeugnisse, namentlich mit hölzern. Die
thätische Lär che war ge jucht, besonders für ben Schiffbau
ebens o bas Buchen- unb Sindenholz- .
Ein gesuchte r Handelsartikel war ber thätische
Alpen ho nig. Obwoh l bie Römer ben Rohrzucker bannten,
war bei ihnen ber Alpenh onig von ben S ü ßigkeiten am bes
liebtesten. Plin ius erwäh nt den Rohrzuc ker , welchen 3 uertt