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welche aus demselben über Gävis und Dald una nach Rankweil
hindurchführt, wie kein ander er in dieser Gegend
zu einem festen Wachtt hurme oder auch größerem Berg
fort passend erscheinen musz te. — Natürlich kon nte eine
he erstr asze da hinauf nicht führen: eine solche mußte unterhalb
der heidenburg durch das Chal vorbeizi ehen . 3c
g laube darum auch, daß wenn wir Clunia haben, die
e igentli chen Mansions-Gebäude anderswo, vielleicht gerade
bei Gävis unten ober sonst in der ltähe gestanden
haben, währ end auf dieser Seljenhöhe sich eine S pecula
— ein Wachtthurm — befan d.
hiemit aber tritt uns bie schwierige Frage entgegen,
welche Richtung denn eigentlich von Rankweil aus die
R ö merstrasze südwärts genommen habe, indem die Römer-[puren
bei ber heidenburg uns unzweideutig auf bie finie
Dalduna-Gävis-Fällengatter hinweisen, währ end wir anderseit
s wissen, daß seit bem frü hen mittelalter ber Weg
von Rankweil durch bie mehr westlich liege nde ebne re
unb direkt ere Thalweite Altenstadt-Cifis-Felokirch geführt
hat, unb 3u bamaliger Zeit von Feldkirch aus erst nach
Leberschreitung ber 311 bei heiligkreu3 eine Verbindung
mit bem inneren W algau über bie Setze unb Fällengater
nach Fr astan3 bestand, bis bie 311, s üdlich von ber St abt,
in ber Fe lsenau im Jahre 1550 überbrückt wurbe.5) —
Zudem findet sich in bem von Bergmann in fein en „Beitr
ägen"6) mitgethe ilten Urbarium ber Chorherren unb
bes Domcapitels zu Chur unterhalb ber St Sus ien teig
(d. h. im ehemaligen Capi tul um Drusianu m, jetzt Liechtenstein
unb bas obere Dorarlberg vom Jahre 1393, nicht
weniger als zehn male (unter ben Hummern 58, 60, 87,
88, 96, 106, 111, 112, 132 unb 233) bei ber Beschreibung
von zinspflichtigen Grundstüc ke n bie sehr beach tenswerthe
Benennung herweg (b. h. heerweg, Heerstraße), bie bes
ken ntlich zu ben im mittelalter für bie bamals noch viel
zahlre ich er vor handenen Reste ber alten Römerstraßzen
am meisten gebrä uchl ichen Bezeichnungen gehört. Solch e
Ramen in alten Cager- unb Grun dbü chern beuten erfa hrungsgemäß
fast immer auf uralte, gewöhnlich römische
Militärstrazen, gan3 besonders bann, wenn — wie dieß
5) Bergm ann, Ar chiv für Kunde öfterr. Geschichtsquellen,
5’ 1/etgmann, Archiv für Kunde öfter r. Geschichtsquellen
S. 140—166.