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Trau me daran gedacht hat, das Kloster Cub eris in’s
Dorarlberg 3u verlegen, findet nun Sösmair etwa vierzehn
Gründ e dafür, wovon kein einziger die Kritik besteht,
manc he unwillkürlich fast ein Lächeln hervorrufen.
herr prof. 3ösmair behauptet, das Kloster Cuberis
kann nicht bei Caufe rs im Tirol im heutigen Dorfe Münster
gestan den haben, son dern es hat sich auf dem höchsten
Punk te des Bergrü ckens befunden, w elcher zw ischen Göfis
und Satteins liegt und nicht allzuweit vom Weiler Tuners
entfer nt ist. Dafür führt er fol gende Gründe an, we lche
ich Punkt für punkt widerlegen will.
1) „Das Bis tum Cur, sagt hr. 3ösmair wörtlich, hat
nachweislich vor dem 11. Jahrhu nde rt im Münsterthale
der Ostschwei3 k einen Besitz, wie aus dessen älte stem 3insrodel
zu ersehen ist."
Darauf erwidere ich, daß der besagte Hinsrode l nicht
von allen Besitzungen des Bisthums Cur sp richt, daß darin
über frühern Besitz und Besitzesänderungen kein Wort
steht. Wie kann also hr. 3ös mair vernünftiger Weise behaupten,
das Bisthum Cur könne im 9. und 10. Jahrhundert
keinen Besi tz im Münsterthale gehabt hab en,
weil im 11. Jahrhundert keine Einnahmen aus d ieser
Gegend verzeichnet sind. Keine Ur kunde ist vorhanden,
welche Kauf oder Schenkunge n im Münsterthale beweis en,
unb dennoch nennt im Jahre 1177 der Bischof Egino das
Kloster Münster sein Haus, und werden auf die Jahre
1290 usw. zahlreiche Einkünfte daselbst e rwähnt unb
we rben uom B ischofe in ben Ja hren 1303, 1326 unb 1327
3eh nden unb liege nde Güter verkauft. — Sür alle diese
Eig enthu msrecht e wiss en wir keinen (Erwerbstitel als bie
Schenkung Karls des Dicken. —
2) „Das Klost er Münster trägt in Ur kunden und
offiziellen Aktenstücken nie den Kamen „Cubers", sondern
nur den Namen „Monasterium" (d. h. M ünster ober
Klo ster). (Es ist richtig, daß seit bem 12. Jahrhu nder t bas
Kloster nicht mehr „Cuberis", son dern einfach Münster
genannt wird. Aber daß es vorher dies en Kamen führte ,
geht aus einer alten Handschri ft aus dem 12. öder ipätesten
s 13. Jahrh unde rt hervor, welche planta m itteilt.
Sie lautet aus dem Lateinischen ü bersetzt: „3m "Ja hre
1087 wurde am 15. August dieses Münster, welches man
damals Cubris nannte, vom ehrwürdigen Kotpertus, Bischof
v. Cur eingeweiht." br. 3ösmair hatte diese St elle