accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Heimatliche Untersuchungen Clunia

— 140 —

heren Seiten zwi schen llütziders und Bluden3 durch Derheerungen
 des Galgentobelbaches entstanden ist. Dies erklärt
 auch, weshalb keine alten Reste des Klosters gefunden
 werden, da sie mit thurm hohen Geschieben bedeckt
sind. Es erklär t aber auch, wes zhalb der Curer 3insrodel
aus dieser Seit keine Einnahmen aus dem Münsterthale
aufzeichnet. Die Erbauung non zwei neuen Klöstern, die
Derheerung vieler schön er Güter ver h inderten wohl auf
lange Seit die Leistungsfähigkeit die ser Gegenden, ja wir
dürfen annehmen, daß die Bischöfe von Cur freiwillig zu
Gunsten des verarmten Klost ers ihre Gefälle und Einkünfte
 bis auf bes sere Seiten überlassen h aben. Daß bei
d iesem Anlasse auch das Doppelkloster getr ennt w urde,
ist zweifellos. Die Sra uenabte i lung kam nach Westen an
eine sich ere Stelle, hieß einfac h das Klost er (monasterium)
wovon auch das Dorf, welches an das Kloster gegen
Westen hin sich allmälig bil dete, sein en Kamen erzielt.
Daß also von einer „Uebersiedlung in das Dorf Münster "
nicht die Rede fein kann, liegt auf der Hand, weil das
Dorf nicht vorher bestanden hatte. Der westliche Theil
des Dorfes ist übrigens keineswegs sicher, da ein Bergstur3
 (Cant er ruinas) seine Trümmer hart an die häu ser
geworfe n hat.

Wohin inzwischen das Mönchskloster gekommen ist?
Die Geschichte und Ueberlieferung sch weigt davon, bis es
1095 in Schuls im Unter engadin auftaucht. Schon 1131
wurde es durch den Bliß eing eäschert und durch Ulrich
von Carasp zuerst in’s Din tschgau nach Fürstenburg und
als die Mauer n beim Baue zusammenstürzten, nach marienberg
 gebaut, wo es noch steht. Inzwisc hen war auch
Münster wieder zerstört worden und erhob sich 1087 von
neuem wie oben berichtet wurd e, gan3 vorzüglich unter
Mitwirkung der reic hen und mächtigen Herren von
Cara sp.

Als nun Abt Friedrich von Marienberg die einstigen
Redete des M önchsklosters auf das Frauenkloster und feine
Besitzungen wieder gelt end machen wollte, leu gneten die
Tonnen keineswegs, daß frühe r solche Rec hte bestanden
hab en, sondern sie berief en sich einf ach darauf, daß ihr
Kloster von jeder Pflicht der Unterwürfigkeit stets frei
gewes en fei, „weil Ulrich, der fromme Stifter beide r
Klöster" ihnen diese Gunst er worben habe, was sie durch
die vorgelegten Privilegien erweisen kon nten." (Urkunde (Urkunde
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.