Krifijche Briefe
an p. Wilh. Sied ler in Einsiedeln.
Don Josef Zösmair, F. F. Gymnasial-professor in Feldkirch.
Entnommen ans der Fel dkir cher Zei tung 1886 2r. 57 —39.
(Antwort auf „Das Kloster Cuberis und Herr professor Hösmair"
von p. Wilhelm Sidler O. S. B. in Einsiedeln S. 130).
Erst er Brie f.
hochwürdiger herr! Es b ewährt sich wied er ein mal
das alte Sprichw ort: Unverhofft kommt oft. Als ich die
Kritik über meine im 23. Jahresberichte des Dorarlberger
museums- Dereines veröffe ntli chte Abhandlu ng , das karolingi
s che Kloster Huberts betreffend, im hier z ulande erscheinenden
„Dolksblatt" zu lesen begann, da ahnte ich
wirklich nic ht, daß mir von einem Mitg liede des berühmten
Stiftes Einsiedeln bie Ehre erwi esen würde, sich mit mein er
Wenig keit so eingehend zu beschäftigen. Wohl wurde mir
halb im Ernste halb im Scherze ged roht unb schl ießzl ich
auf bas bestim mtest e versicher t , meine im Entst ehen begriffene
Arbeit über ben Ursprung ber Propstei St. Gerold
werde, falls sie nicht nach Wun sch ausfiele , vom Mutterkloste
r her nicht ohne Anfechtung bleiben. Aber wegen
Huberts mac hte ich mich von über all eher als von Einsiedeln
her auf eine Erwiderung gefasst. Die Sache bleibt
sich deswege n natürlich- gan3 gleich; ge fasst war ich auf
jede, also auch auf die Jhrige.
Wenn Euer hochwürden in ber bewuss ten Frage
gegen mich auftr eten, so haben Sie hiezu wie jedermann.