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zeit spielte, über Hürich (Curicum), (Ditodurum),
Baden (Aquae), Arbon (Arbor felig), Breg enj (Brigantium)
unb viele ander e römi sche Niederlassungen fehle n
näher e N achricht en.
Ansonst schreiben die alten Schriftsteller nur im allgemeinen
über bas Rhätiervolk. Es geht bara us her vor,
daß gan3 Rhätien, helvetien, bas Rheintal unb bie Bodenseegegend
mit römischen Gebäulichkeiten für bie Unterkunft
unb Der pflegu ng ber Reisenden unb Truppen unb
mit Befestigungen gut bed acht waren; aber wo sich d ieselben
befunden haben, läßzt sich v ielfach heute nicht mehr feststell
en, nur spätere Ausgrabungen, zufälliges Auffinden
von alten mauern , Ueberresten von heizröhren, Cöpfergeschirr,
Waffen, mü nzen, überbauten Kellern unb
Kastellmauern , Umbauten bei Anlagen von Kanälen,
Eise n bahnen usw. geben Aufschluß vom Dorhandensein
ehemaliger römischer Woh nst ätten.
Die fortwährenden Kriege ber Germanen gegen
Rhätien, gründliche Zers töru ngen unb Brände, sowie neue
Ortsbenennungen trugen vielfach dazu bei, bie römischen
Ansiedlungen ber al lg emeinen Dergessenh eit anheimzugeben.
Zahl reiche Bauste ine, den beste h enden
Römerruinen entnommen, würbe n zum R ufbaue neuer
Woh nhäuser verwendet. Ueber bie Grundmauern wuchs
Gras unb so verschwan d oft jede Spur einstiger römischer
Woh norte. Die Ratur kr äfte selbst t rugen bas ihr ige dazu
bei: bie römi sche h eerstraßze unb ber ganze Derkehr bewegte
sich längs ber Abhänge ber Gebirge unb durch bas
Uebertreten ber Wildbäche, durch Rüfenen, Ueberschwemmunge
n bes Rheins unb fei ner Tebenflüsse, burch Ueb erwerfen
von Grund unb Verwandlung ehemaliger Wohnflatten
in Ackerfelder erlitten bie Bodenverhäl tniss e bebeutenb
e Umgestaltungen, so daß bie römische n Ansi edlungen
oft oiele Meter tiefer liegen, als ber heutige Ackerbo
den.
Rhätien erhielt unter Ka iser Septimi us Severus
(193—211) sechs Legionen. Legion heis zt Auslese ber zum