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Richtung unmöglich. Für bas Rheintal aber als Mar schroute
Karls b. Gr. b leiben nach bem Jtin erar bie Jahre
776, 780/81 unb 786 frei.16) 3ch halte bas Jahr 776 für
bie Gründung bes Klost ers Cuberis als bas wahrscheinlichste.
Den Untergang bes Kloster s setze ich auf 936. Daß es
um 918 noch vor handen gewesen sein muß, würbe oben bei
den Derbrüberungen mit ber ältesten alamannischen Kirche
bemerkt. Aber es hat noch später existiert. Unter ben Derbünbeten
von Cuberis im „Buche ber Sebenden" von
Pfävers befinbet sich auch ein Bischof Waldo. Es kann
dies kaum ein anber er fein als Waldo I. von Cur (920—
949). Er war von vornehmer Abkunft, schon seit seiner
Jug end eine bekannte unb genannte Persönlichkeit, der
Hesse bes Bischofs Salomo III. non Konstan3, welcher als
Berater zwei er deutscher Kö nige, bes letzten Karoli nge rs
Ludwig unb Konrabs I. berü hmt ist. Waldo saß gegen
drei ßig Jahre auf bem bischöflichen Stuhle zu Cur, ihm
gehörten bie Klöster Cuberis unb Pfä vers als Besitztum,
er focht für letzteres im Jahre 920 sogar einen glücklichen
Pr ozeß 3u Rankweil gegen St. G allen aus, unb er wirb
uns noch weite r begegne n. Daß dies er Inhaber ber erwähnten
Klöst er auch als Derbrüderter in denselben steht,
ist doch bas Sel b stverständ l ichste von ber Welt. Cuberi s bestand
demnach 3u fei ner Seit noch. Aber gerade unter ihm
ist es meiner Ueberzeugung nach zugrunde gegangen.
Sein Nachfolger Bischof hartbert ließ nämlich um
950 bie Güter bes Bis tums Cur, vom Drusentalgau angefangen,
aufschreiben. Unter diesen finbe n sich bie Pfarren
Rankweil, Tüziders unb Slums mit ihrem Sugehör
ver z eichnet, aber vom Kloster Cuberis verlautet nichts
mehr.17) Run beklagte sich aber schon früher Bischof
Waldo I. von Cur im Jahre 940 beim neuen deutschen
Könige (Dito aus bem sächsischen hause, daß „fein Bistu m
durch bie beftänbige Räuberei ber Sarazenen sehr verwüstet
" fei (cont inua b epr aebatione Saraceno rum valde
erat desolatum). Der König schenkte daher Cur am 8. April
g leichsam zum Schadenersat 3wei königliche Ki rchen, nämlich
Bluden3 im Drufustal unb St. mart in im Cale
10) Böhmer-Mühlbacher, Reg esta imperii I., Innsbruc k 1899,
2r. 158 ff.
v: .17) mlobr, Codex diplom. I. Hr. 193..