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sich bie Derhältnisse vollständig geändert, etwa im 3. ober
4. Jahrhundert, als bie frühere verwüstete Heer trabe
Curia-Cl unia nicht mehr benützt unb neue Der bind ungswege
dur chs Rheintal eröffnet wurden, bürst e bie mans ion
Breberis infolge ihrer günstige n Sage unb als Knotenpunkt
mehrerer Straßz en vielleicht als D ertreterin der alten
Clunia für bie durchziehenden Truppen unb ben Pferdes
w echsel zur Geltung geko mmen sein.
Breberis liegt heute weit abseits von groben - ullert.
Da die Gru ndmau ern bes Gebäudes aus Rollsteinen bestehen,
ist anzun ehm en, daß an dies er St elle ein Geschiebe
führendes Gewässer einst vorbeigeströmt sei. 3m ganz en
Ardetzentale werben allerorts beim Kellergraben tiefgehende
Sand- unb Kiesellagerungen ausgeschöpft. Diele
wieder bürsten von ber reizenden 311 h errühren unb
ber Dolk sgla ube vollkommen berechtigt, daß ei nstens oie jer
Sluß durchs Ardetzental nach Breberis ziehend sich weitab
Don ber jetzigen M ündung in ben Rhein ergoß. . :
Die heute ungefähr 7 Minuten von ber mans ion
Breberis vorbeifliezenden Bäche llaf la unb Mühlbach
k onnten bamals nicht in Betr acht kommen, ba weber bie
Nafla, welche im „Schwarzen See" entspringt, noch der
Mühlbach, welcher eine Ableitung ber „Sruß ist, irgenb
welch es Geschiebe mit sich führe n..
Gefunden würben in Brebe ris v erschie dene kleine
Al te rtümer, wie: Fibeln, einig e Eisenstü cke , Fensterglas,
Bruchteile von Schale n aus ge lbem unb grünlichem Cblaje,
ebenso von Amphoren unb gewöhnlichen Congeschirren,
je eine Münze bes Kaise rs Claudius (41 —54 n. Chr.),
Gall ienus (218—268 n. Chr.) unb Dalentinianus
(364 —376 n. Chr.) , sowie Hir s chgeweihe. Scherben mit
Töpferstempeln kamen keine zum Dorfcheine.
Derfasser konnte weber in Brebe ris noch in Alten taot
Rö merkell er ausfindig ma chen.
Die Ausgrabungen in Breberis würben von Schulrat
Josef Sösmair in ben Dummern 14, 18, 26 unb 30 ber
Feldk ircher Zeitung" vom Jahre 1884, weiter von Dr.
Samuel Jennn + im 29. Jahresbericht bes Dorarlberger
M useumsper eins 1890, Seite 8—20 ausführlich beschrieben
unb kamen beibe Derfaffer 3ur A nsicht, die
römische Clunia aufgedeckt zu haben. 19