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ein bedeut endes Gewicht zu leihe n. Darnach eignete dem Kloster
Pfä vers der drit te Teil der S chiffah rt, die Fischere i und die Überfuhr
auf dem Rhein innerhalb des Klostergutsbezirkes und daher
mußte auch das Sch iff jede drit te Nacht auf dem linken Ufer des
Rh eins, der Kl os terseite, bereit stehen. Die curtis navalis hat,
wie wir aus dem Reichsgutsurbar entnehmen, auch eine Kapelle.
Wenden wir uns nunmehr rheinabwärts.
Wir haben schon oben des Hofes Ragaz1) Erwähnung
getan. Auch eine Kirche steht auf Pfävers’schem Boden. Auch
in Fläsch, das im Reichsgutsu rb ar villa genannt wird,2) liegt
ein wenig Klosterbesitz. Neben der schon genannten königlichen
Eigenkirc he hat Maienfeld auch eine Kirche des Klosters
Pfävers.3)
Im Folgenden treten uns eigentlich nur kö niglich Pfävers’sche
Kirchen mit ihren Ausstattungen entgegen. In Mels sogar ihrer
vier cum clecima de tri bus villis ,4) in Walenstadt eine. 4) In
Quarten(in der Mitte des südlichen Walenseeufers4) eineKapelle.
In Wyden (bei Wesen) est basilic a, quae habet tertiam parte m
portus...4), in Ni ede rurnen hat media pars ecclesiae5) dem
kön iglichen Eigenklos t er zu Pfäv ers gehört. •
Als letzte in unserem Gebiet gegen Norden vorgeschobene
Pfävers’sche Kirche erscheint jene in Eschen (nördlich von
Schaan.5) Aber auch in Vinomna6) finden wir k öniglich-pf äve rsschen
Besitz; es ist die vi erte Pfävers’sche curtis in Unterrätien.
Daß wir von dem Re ichsgut in Unterrätien, seinem Umfang,
seinen einzelnen Teilen und deren siedlungsgeschichtlichen Eig enart,
seinen Bodenkulturen, seinen g rundherrli chen und allgemein
recht lic hen Bezi eh ungen u. s. f. ein so genaues Bild gewinnen
konnten, verdanken wir ausschließlich dem Re ichsgutsurba r. Wie
arm wären wir da ran, wenn wir auf unseren, das Königsg ut b etreffenden
urkundlichen Quellenbestand a llein angewiesen sein würx)
Planta 523 unten .
2) Siehe oben S. 60 unten.
3) Planta 525 obere Mit te.
4) Planta 524 un ten. (Vgl. oben S. 25.)
6) Pl anta 525 oben.
6) Planta 525 oben. Vgl. oben S. 20.