am Llberlingersee - um nur einige von vielen zu nennen - schufen und damit zu den größten Archi-
tetten der deutschen Kunstgeschichte gehören. Franz Martin Hämmerle hat praktische Arbeit geleistet,
die auch zwei Menschenalter nach seinem Tode weiterwirkt, obwohl er feine Gelegenheit hatte, außer
in der Volksschule feiner Heimatgemeinde und in Der Fortbildungsschule Des Lehrers Kalb sich Schul
wissen anzueignen. Die Grundlage war gut, und, wie Das Lebenswerk Hämmerles bewies, vollkommen aus
reichend. Denn er hat als Unternehmer Die höchsten Ansprüche erfüllt, Die dieser schwere Beruf an ihn stellte.
Die Mitarbeit der Brüder des Gründers
Qoon feinen Brüdern hatte Franz Martin Hämmerle hervorragende Mitarbeiter. Sepp Hämmerle
hatte Das Zeug- und Messerschmiedhandwerk in Lindau unD Innsbruck erlernt unD trat 1845 in Das
Geschäft ein, in Dem er später viele Jahre als Fabrikdirektor tätig war. Ferdinand Hämmerle
mar feit 1850 über 50 Jahre lang technischer Leiter Der Bleicherei unD Der Färberei im Steinebach.
Auf ihn folgte fein Sohn Julius unD nach Deffen Tode Der Enkel Dr. Eckart Hämmerle. Der
jüngste Sohn Ferdinands, Klaudius Hämmerle, mar Leiter Des Arbeitsamtes im Steinebach;
im Juli 1915 erlitt er an Der Front in Galizien Den Heldentod. Dem jüngsten Bruder Franz Martins,
Baptist Hämmerle, Der 1863 in Das Geschäft eintrat, mar Durch viele Jahrzehnte Die Leitung
Der kaufmännischen Abteilung, Die Verwaltung Des Vermögens Der Firma, Die Vertretung gegenüber
Den Behörden unD Die gefamte innere unD äußere Finanzgebarung anvertraut. Baptist Hämmerle
starb 1933 nach 70jähriger, ununterbrochener Dienstleistung im 88. Lebensjahre. Er mar ein befannter
Bergsteiger, Der alle bedeutenden Berge Der ganzen Alpen bestiegen hatte. Mit 60 Jahren lernte er noch
Das Skifahren unD bis zu feinem letzten Lebensjahre konnte man Den „Skiähne" am Bödele unD Hoch-
älpele treffen. Sein Sohn Guido Hämmerle is feit 1904 in Der Firma tätig. AuchThomas Hämmerle
unD Die Schwäger Des Gründers, Anton unD Johann von Ratz, leisteten ihm wertvolle Dienste. 21