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Full text : Bundesgymnasium Feldkirch 1649-1949

Schon zur Zeit der Gründung des Feldkircher Gymnasiums
 wurde von einem bedeutenden Kapital gesprochen,
dem sogenannten „Planta’schen Legat“. Dieses Legat stand
theoretisch zur Verfügung des Churer Fürstbischofes und
sollte zur Dotierung des Feldkircher Gymnasiums verwendet
 werden. Es handelt sich um eine Summe (von
20.000 fl. Da dieses Geld aber im Elsaß deponiert war,
gelang es infolge der politischen \erhältnisse trotz größter
Anstrengungen nicht, das Legat für Feldkirch zu erlangen.
 Im .Jahre 1731 gerieten alle einschlägigen Akten auf
unerklärliche Weise in Verlust. Die finanzielle Sicherstellung
 des Unterrichtes erfolgte zur Zeit der Jesuiten
durcli Zuschüsse aus Kirchen- u. Stiftungspflegschaften sowie
 Bruderschaftsgeldern. Aus dem 18. Jahrhundert wird
von einem aus Feldkirch stammenden Priester Franz Anton
 von Fischer berichtet, daß er bedeutende Beträge, insgesamt
 gegen 70.000 fl., zu Gunsten der Feldkircher Studenten
 gestiftet habe. Durch Geldentwertungen sank der
Wert dieser Stiftung mit der Zeit auf 4.000 fl. herab.
Ein berühmter Wohltäter der Feldkircher Studenten war
der Pfarrer Andreas Leonhard Fuetscher, dessen Bild
heute in der Direktionskanzlei hängt. Er machte in seinem
Testament eine Stipendienstiftung für bedürftige Studenten
 am Feldkircher Gymnasium aus den Landgerichtsbezirken
 Feldkirch, Sonnenberg und Montafon 1111 Gesamtbetrage
 von 11.000 Gulden. Da sich die
Auszahlung aus verschiedenen Gründen verzögerte,
 wuchs die Summe im Verlaufe von 15 Jahren
durch Zinsen auf 24.000 Gulden an. Im Schuljahr 1820-1821
 erfolgte die erste Auszahlung an Gymnasiasten. Von
diesem Jahre an bis zum Ende des ersten Weltkrieges
findet man immer wieder in den Katalogen Hinweise auf
diese Stiftung. Auch die Stadt Feldkirch sowie viele Privatpersonen
 unterstützten die sozialen Bestrebungen der
Gymnasialdirektoren nach besten Kräften, vor allem auch
durch Beistellung von Kosttagen und Beiträgen für die
besonders zwischen den beiden Weltkriegen unter Führung
von Hofrat Dr. Bobleter wirkende Studentenküche. Daneben
 gab es Studentenheime und Konvikte. In diesem 12
            
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