sellschaft Jesu aufgehoben wurde und deshalb
der Schulbetrieb durch weltliche Geislliche fortgeführt
werden mußte, sank die Schülerzahl auf
1773/74 52 im Schuljahre 1773/74. Wohl ist für die
nächsten Jahre ein kleiner Anstieg zu verzeichnen,
der aber durch die im Schuljahre
1783/84 1783/84 erfolgte Einführung des Schulgeldes
(12 fl.) wieder unterbrochen wurde, da vor allem
arme Studenten und die Studierenden aus
der benachbarten Schweiz den Schulbesuch
einstellten. Auclr die Aufhebung des Schulgel-1785
des für die Feldkircher Anstalt im Jahre 1785
brachte keine merkliche Besserung, denn die
Schweizer Studenten hatten sich unterdessen an
anderen Schulen niedergelassen und die kriegerischen
Ereignisse um die Wende vom 18. zum
19. Jahrhundert berührten Feldkirch oft unmittelbar,
sodaß zeitweise ein starker Rückgang
der Zahl der Studierenden eintrat. So brachten
1798—1806 die Jahre 1798—1806 wiederholt Einquartierungen
österreichischer oder französischer
Truppen und dadurch Verlegung des Schulbetriebes
teils in die Zimmer der Professoren in
den leerstehenden Benefiziatenhäusern, teils in
Privathäuser.
Der Friedensschluß zu Preßburg am 27. 12.
1805 1805 brachte die Abtretung Tirols und Vorarlbergs
an Bayern, unter dessen Herrschaft das
1806 Gymnasium 1806 zum Schulgebrauch freigegeben,
aber im folgenden Jahre in eine Mittelschule
mit 2 Triennal-Cursen und einer philo-1808
sophischen Vorbereitungsklasse und 1808
schließlich zu einer Studienanstalt umgewandelt
wurde, die nur mehr aus Primär-, Sekundär- u.
Progymnasialklasse bestand. Es ist verständlich,
daß unter solchen Umständen die Schülerzahlen
nicht besonders hoch waren, denn die Studenten
mußten zur Beendigung ihrer Mittelschulstudien
damals nacli Augsburg, München oder
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