Entwicklung und Bestand der Bibliothek
des Bundesgymnasiums Feldkirch
Von Professor Dr. A. Brüstle, Bibliothekar
Die Bibliothek des Bundesgymnasiums in Feldkirch
mag unbedeutend scheinen etwa gegen die Büchereien aller
Klosterschulen, für die mit reichen Mitteln und in sorgfältiger
Planung über Jahrhunderte hinweg gesammelt
wurde. Ein kurzer Aufriß über die Entwicklung und den
Bestand unserer Bibliothek ist aber gerechtfertigt, einmal
weil sich in den gesammelten Büchern Persönlichkeiten
und Bildungsbestrebungen, die an der Anstalt in ihrer
langen Geschichte wirksam waren, niedergeschlagen haben,
dann weil hinter der Sammlung der Fleiß und der Sammeleifer
vieler Generationen von Lehrern stehen und endlich
weil die Bibliothek doch rund io. DOO Werke umfaßt.
1. Die Entwicklung der Bibliothek
Die Geschichte der heute vorhandenen Bücherei beginnt
mit dem Jahre 1813. Denn beim Lebergang des
Gymnasiums in landesfürstliche Verwaltung 1773 verblieb
die Bibliothek des Jesuitengymnasiums nicht der Ansatlt.
Durch Hofdekret vom 28. 1. 1775 wurde verfügt, daß
die Bücher des aufgelösten Jesuitengymnasiums an die
Zur Geschichte des Gymnasiums wurden herangezoen:
Historia gymnasii (handschriftlich im Gymnasialarchiv).
Bole Johannes, Geschichtliche und statistische Notizen über das
k. k. Gymnasium in Feldkirch seit seiner Entstehung. Pr. F. 1850/51.
Rapp Ludwig, Topographisch-bitorische Besch ei'uag des Generalvikariats
Vorarlberg. Band I. Brixen 1894. 131—174.
Wolf Josef, Das Gymnasium in Feldkirch (zum 280. Bestandsjahr).
Ludewig A., Briefe und Akten zur Geschichte des Gymnasiums der
Gesellschaft Jesu in Feldkirch. Jahresbericht Stella matutina 1907/08—
1910/11.
Ulmer Andreas, Das Schulwesen in Feldkirch (im Manuskript).
Die Jahresberichte der Anstalt 1774, 1803—1849/50, die Programme
1850/51—1948. 48