bestand der Jesuitenbibliothek, die von Jesuiten geschrie
benen Bücher religiösen oder kirchengeschichtlichen In
halts.Die Uebersendung der Bücher verzögerte sich: zu
nächst mußten von Freiburg die Schlüssel zur Bibliothek
und die Listen der entlehnten Bücher einverlangt wer
den.9) Als am 7. 7. 1777 das Vogteiamt Feldkirch auf Be
treiben Freiburgs die Uebersendung der Bücher urgierte,10)
antwortete die Stadt Feldkirch am 9. 10. 1777, die Arbeit
des Aushebens der verlangten Bücher habe nicht abge
schlossen werden können, da das Auffinden der Bücher,
die nach dem Abgang der Jesuiten alle zusammengelesen
und im Bibliothekzimmer auf einen Haufen geworfen
worden wären, sehr schwierig sei, die Professoren des
Gymnasiums, die diese Arbeit durchführten, in die Ferien
gegangen seien und nun der kalte Winter eine weitere Be
schäftigung in dem ungeheizten Bibliothekraum nicht zu
lasse.11) Freiburg ließ sicli nicht beschwichtigen und ver
langte die Auslieferung der Bücher innerhalb von 8 Ta
gen. ansonsten mittels Abordnung einer Exekution“ diese
bewirkt werde.12) Der hiedurch und außerdem durch die
drohenden Schreiben des Vogteiamtes13) in die Enge ge
triebene Bat der Stadt Feldkirch mußte noch mehrmals
wegen der kalten Witterung und der Unmöglichkeit, ,,so
viele Bücher aus der größten Verwirrung herauszuziehen“,
um Verlängerung der Ablieferungsfrist ersuchen,14) konnte
aber endlich am 21. 8. 1778 den Vollzug der Aushebung
und die Absendung von sechs Kisten mit Büchern nach
Freiburg melden. Die Abschrift des Verzeichnisses der
übersandten Bücher, datiert mit 20. 8. 1778,15) liegt im
Stadtarchiv vor.
9) Ebd. Nr. 11, 3, 9.
10) Ebd. Nr. 7.
11) Ebd. Nr. 12.
12) Ebd. Nr. 13.
!3) Ebd. Nr. 8.
i^) Ebd. Nr. 14, 17, 18.
15) Ebd. Nr. 5.
Freiburg bestätigt erst am 26. 2. 1779 den Empfang 51