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Full text: Bundesgymnasium Feldkirch 1649-1949

bestand der Jesuitenbibliothek, die von Jesuiten geschrie­ 
benen Bücher religiösen oder kirchengeschichtlichen In­ 
halts.Die Uebersendung der Bücher verzögerte sich: zu­ 
nächst mußten von Freiburg die Schlüssel zur Bibliothek 
und die Listen der entlehnten Bücher einverlangt wer­ 
den.9) Als am 7. 7. 1777 das Vogteiamt Feldkirch auf Be­ 
treiben Freiburgs die Uebersendung der Bücher urgierte,10) 
antwortete die Stadt Feldkirch am 9. 10. 1777, die Arbeit 
des Aushebens der verlangten Bücher habe nicht abge­ 
schlossen werden können, da das Auffinden der Bücher, 
die nach dem Abgang der Jesuiten alle zusammengelesen 
und im Bibliothekzimmer auf einen Haufen geworfen 
worden wären, sehr schwierig sei, die Professoren des 
Gymnasiums, die diese Arbeit durchführten, in die Ferien 
gegangen seien und nun der kalte Winter eine weitere Be­ 
schäftigung in dem ungeheizten Bibliothekraum nicht zu­ 
lasse.11) Freiburg ließ sicli nicht beschwichtigen und ver­ 
langte die Auslieferung der Bücher innerhalb von 8 Ta­ 
gen. ansonsten mittels Abordnung einer Exekution“ diese 
bewirkt werde.12) Der hiedurch und außerdem durch die 
drohenden Schreiben des Vogteiamtes13) in die Enge ge­ 
triebene Bat der Stadt Feldkirch mußte noch mehrmals 
wegen der kalten Witterung und der Unmöglichkeit, ,,so 
viele Bücher aus der größten Verwirrung herauszuziehen“, 
um Verlängerung der Ablieferungsfrist ersuchen,14) konnte 
aber endlich am 21. 8. 1778 den Vollzug der Aushebung 
und die Absendung von sechs Kisten mit Büchern nach 
Freiburg melden. Die Abschrift des Verzeichnisses der 
übersandten Bücher, datiert mit 20. 8. 1778,15) liegt im 
Stadtarchiv vor. 
9) Ebd. Nr. 11, 3, 9. 
10) Ebd. Nr. 7. 
11) Ebd. Nr. 12. 
12) Ebd. Nr. 13. 
!3) Ebd. Nr. 8. 
i^) Ebd. Nr. 14, 17, 18. 
15) Ebd. Nr. 5. 
Freiburg bestätigt erst am 26. 2. 1779 den Empfang 51
	        
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